In den 80ern versuchten sich die öffentlich-rechtlichen Sender schon mal versuchsweise an der Ausstrahlung von 3D-Programmen, doch die gezeigten Produktionen waren eher lachhaft. Inzwischen ist die dreidimensionale Technik eine andere und bedarf spezieller Endgeräte. Wer über solche verfügt, für den hat Pro7 am 29. Oktober ein interessantes Experiment im Angebot.
Erstmals in der Historie des Senders zeigt Pro7 eine 3D-Produktion, doch wer angesichts dieser Ankündigung bereits die alte rot-grün-Brille aus der Schublade hervorholt, wird sich enttäuscht sehen. Für die knapp 45-minütige Fiction-Produktion „Grimmsberg“ in dreidimensionaler Form braucht man HD-Empfang und einen 3D-fähigen Fernseher. Ein echter Fall von Sparten-TV also.
Während in den USA bereits Vorbereitungen für die dritte Staffel laufen, müssen die Fans in Deutschland weiterhin auf eine Auswertung im Free-TV warten. Ob die aber auch wirklich wünschenswert ist, bleibt eher fraglich. Kaum ist jedenfalls vorstellbar, dass eine ungekürzte Version von „The Walking Dead“ auf den Bildschirm käme. Wer nicht länger warten will, kann jetzt zumindest schon einmal auf eine DVD-Box zurückgreifen.
Eine Woche, nachdem die erste Folge der zweiten Staffel auf dem Bezahlsender Fox zu sehen sein wird, erscheint die erfolgreiche Zombie-Serie aus den USA hierzulande auf physischem Datenträger mit jeder Menge Extras. Parallel lässt sich online kostenlos eine Reihe von exklusiven Webisodes ansehen, die bisher unerzähltes Material enthalten.
In den Vorab-Trailern, die RTL2 bereits seit einer Weile zeigt, erfährt man eigentlich eher nichts über die neue Serie „The Event“, und das ist natürlich auch so gewollt. Mit spektakulären Bildern will man die Neugier der Zuschauer wecken. Das ist wohl auch nötig, denn in den USA ist die Produktion bereits wieder eingestellt worden.
Erneut eine Serie um Außerirdische, erneut ein Quotenflop im amerikanischen Heimatland. Das Schicksal, das zuvor bereits die in Deutschland ziemlich erfolgreiche Alien-Invasion „V- Die Besucher“ ereilte, widerfuhr auch der eher im Mystery- und Verschwörungs-Umfeld angesiedelten NBC-Produktion „The Event“. In beiden Fällen beschloss man recht bald, keine weiteren Staffeln mehr zu produzieren.
Da müssen die Programmverantwortlichen bei Pro7 gestaunt haben: Endlich einmal eine gekaufte Serie, die vorzeigbare Quoten bringt. Die Alien-Invasion „V – Die Besucher“ fiel zwar noch in die Sommerpause, stieß bei den Zuschauern aber offenbar auf Gegenliebe. Umso schneller kommt jetzt die zweite Staffel auf den Bildschirm. Das hat allerdings noch andere Gründe.
Während in den USA das Interesse am Remake der 80er-Jahre-Serie zunehmend abnahm und keine weiteren Folgen mehr produziert wurden, kam das unterhaltsame Aufeinandertreffen vermeintlich friedlich gesinnter Außerirdischer mit einer leichtgläubigen Menschheit hierzulande gut an. Bereits am 10.10. geht es deshalb weiter mit „V“, erneut jeweils als Doppelfolge.
Ab dem 4. Oktober soll eine neue tägliche Serie für ein bisschen kindgerechten Grusel sorgen. Unter dem Titel „Fluch des Falken“ produzierte der BR in Zusammenarbeit mit dem WDR nach Aussage des Senders eine Art „Lost“ für Kinder zwischen 8 und 13 Jahren. 13 Minuten dauerte jede der 64 Folgen.
Mit dem Ende der „Harry Potter“-Reihe ist der Bedarf nach Fantasy und Zauberei alles andere als ausgereizt. Der Markt scheint unersättlich, und so türmen sich die Neuerscheinungen in den Buchläden, und auch in den anderen Medien wird nach Kräften abkassiert. Offenbar wollen BR und WDR sich hier jetzt ebenfalls ein Stück vom Kuchen abschneiden. Mit der eigenproduzierten Serie „Fluch des Falken“ zielt man dabei bewusst auf ein junges Publikum ab.
Mystery im High Society Millieu scheint nicht alt zu werden, weshalb die neue Serie mit Sarah Michelle Gellar einschlagen könnte wie eine Bombe. Eine doppelte Sarah und ein viel versprechender Start weisen außerdem darauf hin.
Bridget (Gellar) ist ganz unten angelangt, wegen Prostitution festgenommen, kann sie sich nur als Zeugin eines Mordes bei der Polizei frei kaufen, doch der Mörder ist ein bekannter Mobster, zu gefährlich ist es für Bridget, weshalb sie flüchtet. Bei ihrer Zwillingsschwester Siobhan (ebenso Gellar), mit der sie wegen eines Unglücks in der Vergangenheit keinen Kontakt mehr hatte, kommt sie schnell unter, doch als diese bei einem Bootsausflug Selbstmord begeht, sieht Bridget eine Gelegenheit, ihr Leben umzukrempeln. Doch auch Siobhan hatte einige Leichen im Keller. weiterlesen »
In den USA ist sie nicht nur bei Kindern, sondern vor allem in der Internet Community Kult geworden, jetzt kommt My Little Pony in der Neuinerpretation auf Nickelodeon.
Twilight Sparkle ist ein mehr als lernwütiges Pony und hat dadurch keine Zeit für Freunde. Als ihr die Prinzessin der Ponys jedoch den Auftrag erteilt, ihre Arbeit einmal liegen zu lassen, um Freunde zu finden, kommt sie zusammen mit ihren neuen Bekanntschaften Applejack, Rarity, Fluttershy, Rainbow Dash und Pinkie Pie einem großen Geheimnis auf die Spur und erlangt damit die Kraft, das Ponyland vor einer dunklen Gefahr zu retten. weiterlesen »
Insgesamt vier Staffeln plant Serienschöpfer Neil Jordan, und die zweite ist derzeit gerade in Arbeit. Auf dem amerikanischen Sender Showtime erzielte „The Borgias“ von Anfang an Bestquoten und hielt sich über die bisherigen insgesamt 10 Folgen beständig gut. Ab Herbst gibt es das vielversprechende Historiendrama hierzulande auf Pro7 zu sehen.
Konkurrenz belebt das Geschäft, doch gleich zwei aufwendige Mehrteiler über ein und dasselbe Thema ist dann doch ein bisschen zuviel des Guten. Der skandalträchtige Clan der Borgia, deren Oberhaupt 1492 als Papst Alexander VI Geschichte schrieb, rief praktisch zeitgleich zwei großangelegte TV-Produktionen auf den Plan.
Mit Gebührengeldern lässt sich schon so einiges finanzieren. Wenn das nächste Mal über klamme Kassen bei den Öffentlich-Rechtlichen gejammert wird, sollte man jedenfalls dringend auf die 25 Millionen teure ZDF-Eigenproduktion hinweisen, die ab Oktober ausgestrahlt wird. Regie bei „Borgia“ führte Oliver Hirschbiegel („Der Untergang“).
Sechs Folgen von jeweils 100 Minuten Länge zeigt das ZDF ab dem 17. Oktober über zwei Wochen verteilt montags, mittwochs und donnerstags ab 20.15 Uhr. Kaum vorstellbar, dass sich da ein dauerhaft gutes Quotenverhältnis erzielen lässt, doch das muss in Mainz niemanden interessieren. „Borgia“ ist ein Prestigeprojekt und eine der teuersten europäischen Co-Produktion überhaupt.
Mit hochkarätiger Besetzung und vielen offenen Fragen landet die amerikanisch-britische Miniserie „The Prisoner“ ganze drei Jahre nach ihrer Erstausstrahlung jetzt erstmals im Free-TV. ZDFneo zeigt den Mehrteiler, dessen Original ursprünglich in Deutschland nur in zensierter Fassung zu sehen war.
„Lost“-Erfinder J. J. Abrams hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass sein Insel-Mystery ohne die berühmte 17-teilige Serie von und mit Patrick McGoohan nie möglich gewesen wäre. „The Prisoner“ hatte einst TV-Geschichte geschrieben, doch seine elliptische Erzählweise und so manche Inhalte waren für damalige Verhältnisse so gewagt, dass nur eine arg verstümmelte Fassung den Weg ins deutsche Fernsehen fand.