Seit „Batman Begins” und „Casino Royale” sind Prequels in Hollywood so eine Art Zauberformel. Wenn sich eine Filmreihe selber überlebt hat und keine frischen Ideen mehr denkbar scheinen, kehrt man einfach an den Anfang zurück und erzählt alles noch einmal – nur eben ein paar Jahre früher. Mit „The Carrie Diaries“ hält diese Praxis jetzt auch im TV Einzug.
Nicht einmal hartgesottene Fans konnten mit dem zweiten „Sex and the City“-Kinofilm sonderlich viel anfangen. Das Konzept hatte sich erledigt und funktionierte auf der großen Leinwand einfach nicht. Zwar hielten sich die Spekulationen um eine TV-Fortsetzung der einstigen Erfolgsserie, konkrete Verlautbarungen gab es allerdings nie. Jetzt kommt es aber doch noch dazu, wenn auch ganz anders als erwartet.
Am 26. Mai macht sich Deutschland erneut an die „nationale Aufgabe“. So jedenfalls formulierte es Stefan Raab 2010 mit gewohntem Augenzwinkern. Das Resultat von damals ist bekannt. Ob Roman Lob dieses Jahr einen der vorderen Plätze belegen kann? In jedem Fall berichtet TV Total wie gewohnt eine Woche vorab – allerdings nicht aus Baku selber.
Immer dann, wenn er selber irgendwie mitmischte, war Stefan Raab mit seinem Team in das jeweilige Austragungsland gereist, um seine Show direkt vor Ort auszustrahlen. Dieses Jahr ist das erstmals nicht der Fall. Pro7 hatte am 7. Mai offiziell bekannt gegeben, dass „TV Total“ in der Woche vor dem 26. wie gewohnt aus Köln senden werde. Offenbar hatten sich keine passenden Locations und Partner finden lassen. So jedenfalls berichtet die Süddeutsche Zeitung.
Da hat man im Ersten offenbar mal wieder keinen rechten Mut. Gerade mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet, gibt es in der ARD von der NDR-Produktion „Der Tatortreiniger“ lieber erst mal nur eine einzige von bislang vier Folgen zu sehen. Was genau man sich dabei gedacht hat, bleibt wohl das Geheimnis der Verantwortlichen.
Allem Anschein nach wollte man lieber vermeiden, dass irgendjemand überhaupt von dieser Produktion Notiz nimmt. Im NDR lief „Der Tatortreiniger“ zu später Stunde zwischen dem 23. und 27. Dezember und erreichte naturgemäß nur ein minimales Spartenpublikum. Auch eine Wiederholung im Januar lief eher unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Werbung hatte man nicht betrieben.
Wer hätte gedacht, dass Deutschlands erfolgreichste Castingshow derart ins Straucheln geraten würde? Ernüchternde Quoten und Probleme mit dem Jugendschutz gehörten zu den Hauptproblemen der gerade zuende gegangenen Staffel. Doch aufgeben will man das Konzept bei RTL noch nicht. Stattdessen sollen einschneidende Änderungen dem Format auf die Sprünge helfen. Einzige Konstante: Dieter Bohlen.
Nie zuvor war ein DSDS-Finale auf so wenig Interesse gestoßen. Zwar sind runde 4,7 Millionen Zuschauer immer noch eine beachtliche Zahl, doch im Vergleich zu den besten Zeiten der Show ist das ein herber Verlust. Bereits während der laufenden Staffel waren Stimmen laut geworden, das Format habe sich überlebt.
Fans der alles andere als politisch korrekten US-Serie um Schriftsteller Hank Moody haben es in Deutschland nicht leicht. Erst mussten sie eine halbe Ewigkeit auf die dritte Staffel warten, jetzt dürfen sie wohl ihren Video- oder Festplattenrekorder bemühen, denn RTL2 zeigt am 17. Mai alle 12 Folgen in einer Nacht.
Wie so oft hinkt Deutschland bei einer erfolgreichen Serie hinterher. In den USA ist gerade bereits die sechste Staffel von „Californication“ in Produktion gegangen, während man hierzulande bislang noch auf dem Stand von 2008 ist. Ein promiskuitiver David Duchovny, ehemals Agent Mulder aus „Akte X“, ist aber vielleicht auch einfach zuviel für ein breiteres hiesiges Publikum.
In ihrem Heimatland geht die in den Everglades angesiedelte Ermittlerserie demnächst bereits in die dritte Staffel. Hierzulande werden die TV-Zuschauer ab dem 8. Mai darüber entscheiden, ob „The Glades“ auch in Deutschland ein dauerhafter Erfolg beschieden ist. Zuvor lief die erste Staffel allerdings bereits bei RTL Crime.
RTL2 erweitert sein Serienangebot konstant und setzt dabei gewohnt auf amerikanische Erfolgsformate. Vieles liegt dabei schon länger in der Hand des Mutterkonzerns, doch der hat neben „CSI“ kaum Sendeplatz für weitere Krimiformate übrig. Als Zuschauer kann man in jedem Fall froh sein, dass es überhaupt Ausweichmöglichkeiten gibt. Umso besser, wenn diese sich nicht ausschließlich auf die einschlägigen Player im Pay-TV verlagern.
Im Kino hat Robert Downey Jr. dem legendären Ermittler aus der Feder von Arthur Conan Doyle mittlerweile bereits zum zweiten Mal sein Gesicht geliehen. Im TV allerdings gibt es derzeit nur einen wahren Sherlock Holmes, und der heißt Benedict Cumberbatch. Die zweite Staffel der erfolgreichen BBC-Serie läuft zwischen dem 17. und 28. Mai in der ARD.
Im Juli vergangenen Jahres hatten die Programmplaner offenbar noch nicht allzu viel Vertrauen in die modernisierte Fassung der klassischen Detektivgeschichten und schoben die ersten drei Folgen von „Sherlock“ in den späten Sonntagabend. Doch die Quoten fielen so überraschend gut aus, dass man die zweite Staffel jetzt zu humanerer Zeit zeigt – einmal sogar zur Primetime.
Es war von Anfang an eine echte Schnapsidee: Der ehemalige Zeremonienmeister von „Wetten dass …?“ sollte den ARD-Vorabend beleben, und das in Form einer halbstündigen Talkshow mit Live-Beteiligung der Zuschauer via Internet. Sehen wollte das nahezu niemand. Jetzt stampft der Sender das Format ein.
Um die Altersversorgung von Thomas Gottschalk muss man sich keine Sorgen machen. Um seine Zukunft im TV jedoch ist es nicht allzu gut bestellt. Der Wechsel vom Zweiten ins Erste hat jedenfalls nicht wirklich funktioniert. Der einstige Quotenkönig der eigentlich längst überholten und albernen ZDF-Wettshow am Samstagabend konnte um 19.20 Uhr kaum Zuschauer für sich begeistern.
Was Quotentauglichkeit betrifft, scheint Pro7 seinem Neueinkauf nicht so richtig zu trauen. Wie anders ist es zu erklären, dass die US-Erfolgs-Sitcom „Community“ keinen Sendeplatz im Abendprogramm bekommt, sondern sich mit dem Samstagnachmittag begnügen muss? Ab dem 28. April wird sich zeigen, ob sich ausreichend Zuschauer vor dem Bildschirm einfinden.
In den USA ist „Community“ ein echter Hit. Mittlerweile in der dritten Staffel, kommt die experimentierfreudige Sitcom um einen suspendierten Anwalt, der zurück ins College muss, beim Publikum gut an. Für Comedy-Veteran Chevy Chase bedeutete die Serie zudem die Rückkehr ins Rampenlicht.
Die Geschichte um den gefallenen Verbündeten Roms, der in Sklaverei gerät und fortan als Gladiator sein Leben fristen muss, ist vor allem in der Verfilmung mit Charlton Heston bekannt. Eine Live-Show tourt zudem seit einer Weile erfolgreich um den Globus. Jetzt zeigt Pro7 eine modernisierte Fassung in Form einer 13-teiligen TV-Serie.
Das Wagenrennen gehört zu den berühmtesten Sequenzen der Filmgeschichte, doch ansonsten ist die legendäre Hollywood-Fassung der Spartacus-Geschichte zwar visuell spektakulär, doch im Hinblick auf die Jugendfreigabe eher harmlos. Von der TV-Version des US-Kanals Starz lässt sich das eher nicht behaupten. Für die Ausstrahlung auf Pro7 bedeutet das erhebliche Kürzungen.