Sollte an den gerade heftig aufflammenden Gerüchten um eine anstehende Scheidung von Heidi Klum und Seal etwas dran sein, wird das der in Kürze anstehenden neuen Staffel von „Germany’s Next Top Model“ möglicherweise einiges an Zusatzinteresse einbringen – wenn auch aus Gründen, die der Initiatorin nicht unbedingt gefallen müssen.
Ab dem 23. Februar beginnt auf Pro7 wieder die Modelsuche, und das bereits zum siebten Mal. Weder am Showkonzept noch an der Besetzung hat sich Wesentliches geändert, denn Modedesigner Wolfgang Joop, den man offenbar als Experten haben wollte, hat ziemlich unüberhörbar öffentlich abgelehnt. Das ganze Konzept sei so gar nicht sein Ding.
Die großen amerikanischen Pay-TV-Sender sind auf dem besten Weg, dem Kino zumindest in Qualitätsfragen den Rang abzulaufen. Längst finden sich einige der spannendsten Geschichten und komplexesten Figuren in langlebigen TV-Serien wie „Boardwalk Empire“. Die erste Staffel der historischen Gangstersaga von Erfolgsregisseur Martin Scorsese erscheint in Deutschland jetzt erstmals auf DVD und Blu-ray.
Die eigene Historie ist für US-Fiction-Produktionen derzeit ein echter Renner. Dabei wird nicht am Budget gespart, um den Look der Zeit auch möglichst authentisch wirken zu lassen. „Mad Men“ gehört dabei zu den erfolgreichsten Beispielen. Mit „Boardwalk Empire“ geht es gar bis in die 1920er Jahre zurück.
Immer wieder glauben selbsternannte Medienexperten voraussehen zu können, dass die Welle der Castingshows in naher Zukunft deutlich abebben wird. Das Gegenteil ist jedoch der Fall. Nicht nur halten sich die meisten der bereits mehrfach erprobten Formate problemlos aufrecht, es ist auch noch genug Bedarf für neue Beispielen da. So etwa ab dem 31. Januar für „Das perfekte Model“.
Ende Februar geht Heidi Klums Laufstegshow „Germanys Next Top Model“ bereits in die siebte Runde. Von Ermüdungserscheinungen keine Spur. Warum also sollte nicht noch ein zweites Castingformat mit gleicher Thematik funktionieren können? So jedenfalls wird man bei Vox gedacht und flugs eine eigene Variante auf die Beine gestellt haben.
Immer noch zu den erfolgreichsten Fernsehserien überhaupt zählen „Die Sopranos“, ein langlebiger Einblick in das Leben und Denken der Mafia in den USA. Ein Kinofilm, der an das eher unbefriedigende Ende der letzten Folge anschließen soll, wird zwar immer wieder angekündigt, blieb aber bislang aus. Jetzt will eine neue Mob-Serie einen ähnlichen Erfolg versuchen und nimmt sich dafür eines modernen Klassikers an.
1990 entstand unter der Regie von Martin Scorsese einer der bedeutendsten Mafia-Filme neben „Der Pate“. Zudem begründete „Goodfellas“ die Karriere von Ray Liotta, der sich immerhin neben Größen wie Robert DeNiro und Joe Pesci behaupte musste. Jetzt greift eine TV-Serie den Stoff wieder auf und bearbeitet ihn im Rahmen einer Serie.
Während der Frauen- und Testsender Sixx bislang vor allem mit Wiederholungen bereits gesendeter Formate glänzte, kommen 2012 einige Deutschlandpremieren hinzu, die sich gut ins Umfeld des bestehenden Programms einfügen. Ein Beispiel ist die US-Serie „Necessary Roughness“, die am 20 Januar startet.
Doch damit der hiesige weibliche Zuschauer nicht die falschen Schlüsse zieht, hat man den etwas rauen Titel des Originals in eine Variante überführt, die mit Nachdruck nach Ärzteroman und ZDF-Mittagssoap klingt. „Dr. Dani Santino: Spiel des Lebens“ heißt die US-Serie hier und zielt damit auf ein Publikum, das möglicherweise etwas ganz anderes geliefert bekommt, als ihm vorgegaukelt wird.
Da mag man sich erst mal die Augen reiben und fragen, ob man richtig gelesen hat. Und ja, das hat man. Sat1 versucht sich tatsächlich an einer Neuauflage der langlebigen Krimireihe „Wolffs Revier“, zunächst mit einem Pilotfilm. Doch wer die letzte Folge noch in Erinnerung hat, muss sich doppelt wundern, denn eigentlich war der Titelheld doch erschossen worden.
Doch um längst ins Serienjenseits hinübergewechselte TV-Helden wieder zu reaktivieren, gibt es bekanntlich immer einen Weg. Für Bobby Ewings Rückkehr zu „Dallas“ hatte man einst einfach eine ganze Staffel zum bloßen Traum erklärt. Ganz so absurd wird es für Hauptkommissar Wolff zwar nicht, aber ein Auge zudrücken muss man als Zuschauer trotzdem.
Zum neunten Mal sucht Deutschland mittlerweile den Superstar, und wieder darf man sich bereits im Vorhinein fragen, wie lange sich der Gewinner nach dem Finale noch in der Öffentlichkeit hält. Neben Chefjuror Dieter Bohlen sorgen Bruce Darnell und „Cascada“-Sängerin Natalie Horler diesmal für ein bisschen frischen Wind im immergleichen Casting-Konzept.
„Never change a winning Team“ gilt nur dann, wenn es nicht doch noch irgendwie besser geht. Wer sich im Fall des RTL-Dauerbrenners „Deutschland sucht den Superstar“ die lange Reihe der Juroren vor Augen führt, die nicht allzu lange an der Seite des Poptitanen aus Tötensen durchgehalten haben, wird sich fragen müssen, wer hier eigentlich der Gewinner ist.
Ein Junggeselle und 25 attraktive Frauen, die selbstredend nichts anderes wollen, als sein Herz zu gewinnen: Wer das ernsthaft glaubt, dem ist nicht zu helfen. 2003 gab es den „Bachelor“ in Deutschland zum ersten und zugleich auch letzten Mal zu sehen. Jetzt holt RTL das Format erneut aus der Mottenkiste.
International ist die arg seltsame Melange aus Reality-Format und Casting-Show seit langem recht erfolgreich. Hierzulande hielt sich die Begeisterung beim Publikum zudem eher in Grenzen, und im Nachhinein zog die Auserwählte zudem ausgiebig über den vermeintlichen Traumprinzen her. Ob die Neuauflage jetzt mehr Erfolg bringen wird, darf man bezweifeln.
So schnell ist eine neue US-Serie dem Gefühl nach noch nie im deutschen Fernsehen angekommen. Am 18. September erst startete „New Girl“ in Amerika und fuhr Traumquoten ein. Bereits im Januar gibt es die Sitcom auf Pro7 zu sehen.
Seltsame WG-Konstellationen im engeren und weiteren Sinne sind für Sitcoms spätestens seit „Friends“ ein echter Erfolgsgarant. Wo im Umfeld von Bill Cosby noch die Familie regierte, sind es jetzt mehr oder weniger frei gewählte Gemeinschaften, die Konflikt- und damit Humorpotential freisetzen. „Two and a half men“ fand dabei bis zum Ausstieg von Charlie Sheen die ideale Mischform aus beiden Ansätzen.
Irgendwann war es den Produzenten einfach zuviel. Charlie Sheen hatte Anfang des Jahres ordentlich über seinen Arbeitgeber hergezogen und war auch sonst, wie er später einräumte, leidlich außer Kontrolle geraten. Die Folge war der Rauswurf bei der Erfolgs-Sitcom „Two and a half men“. Am 10.1. zeigt Pro7 die neue Staffel mit Sheen-Nachfolger Ashton Kutcher.
Ob man sich mit dem neuen Mitbewohner der TV-Männer-WG allerdings wirklich einen großen Gefallen getan hat, lassen gerade die letzten Wochen bezweifeln. Kutcher, der die letzten Jahre weniger als Schauspieler und vielmehr als passionierter Twitterer und Ehemann von Demi Moore in der Öffentlichkeit stand, sorgt derzeit nicht gerade für positive Schlagzeilen. Charlie Sheen hingegen hält den Ball mittlerweile überraschend flach.