In den 80ern versuchten sich die öffentlich-rechtlichen Sender schon mal versuchsweise an der Ausstrahlung von 3D-Programmen, doch die gezeigten Produktionen waren eher lachhaft. Inzwischen ist die dreidimensionale Technik eine andere und bedarf spezieller Endgeräte. Wer über solche verfügt, für den hat Pro7 am 29. Oktober ein interessantes Experiment im Angebot.

Erstmals in der Historie des Senders zeigt Pro7 eine 3D-Produktion, doch wer angesichts dieser Ankündigung bereits die alte rot-grün-Brille aus der Schublade hervorholt, wird sich enttäuscht sehen. Für die knapp 45-minütige Fiction-Produktion „Grimmsberg“ in dreidimensionaler Form braucht man HD-Empfang und einen 3D-fähigen Fernseher. Ein echter Fall von Sparten-TV also.

Wer die etwas albern anmutende Fantasy-Geschichte um ein Tor in eine fremde Dimension, mysteriöse Geheimorganisationen und allwissende Vertrauenslehrerinnen aber trotzdem sehen will, bekommt dazu ebenfalls Gelegenheit. Unterteilt in sieben kurze Episoden läuft die Serie am selben Tag in herkömmlichem 2D jeweils als Lückenfüller zwischen dem Halloween-Marathon der „Simpsons“.

Bemerkenswerte Quoten sind kaum zu erwarten, und so ist das Experiment für Pro7 vor allem ein Prestige-Produkt. Entwickelt wurde „Grimmsberg“ von Absolventen der Filmakademie Ludwigsburg in Zusammenarbeit mit teamworx (gerade erst mit „Laconia“in der ARD vertreten) und war ursprünglich als Webserie gedacht.

Im Anschluss an die TV-Ausstrahlung wird diese Idee dann auch umgesetzt. Dann nämlich gibt es alle Folgen in 2D und 3D auf der Homepage von Pro7 zu sehen. Die Ausstrahlung im Fernsehen beginnt für die 7 Episoden am 29.10. um 20:42 Uhr. Die vollständige Fassung in 3D läuft im Anschluss um 1:55 Uhr.

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