Immer für eine Überraschung gut, bietet Arte ab dem 30. April wohl eine der ungewöhnlichsten Serien, die es bislang in Deutschland zu sehen gab. „Xanadu“ ist eine Familiengeschichte aus dem Umfeld der Porno-Branche.In „Boogie Nights“ spielt Mark Wahlberg einen realen Pornofilmstar, der zunächst auf der Erfolgswelle der Branche mitschwimmt und später gnadenlos abstürzt. Im Kino war das bereits gewagter Stoff. Doch kann man sich ähnliches auch als TV-Serie vorstellen? Wohl kaum. Drehbuchautorin Séverine Bosschem und Regisseur Daniel Grou hielten derartige Zweifel nicht ab, und so gibt es das Ergebnis demnächst auf Arte zu sehen.

Die Valadines unterscheiden sich auf den ersten Blick nicht von anderen Familien. Dass sie ein einstmals gut florierendes Erotik-Imperium besitzen, kann daran nichts ändern. Jetzt allerdings geht es dem Konzern schlecht, und Lösungen scheinen nicht in Sicht. Die Geschichte selber beginnt wie manch anderer Krimi auch, denn die Frau von Seniorchef Alex kommt unter ungeklärten Umständen ums Leben.

Für Arte ist die Ausstrahlung der ungewöhnlichen Serie ein weiterer Schritt zur Imagefestigung als Sender mit Mut zu Stoffen, die es sonst nirgendwo zu sehen gibt. Mit der 8-teiligen „Serie in Schwarz“, der erstmals ungekürzten Version der „Tudors“ und aktuell der Wiederholung von „Twin Peaks“ will man offenbar den Eindruck eines angestaubten Kultursenders loswerden und setzt deshalb auf spannende Alternativen zum sonstigen Programmangebot der Mitbewerber.

Die gesamte erste Staffel von „Xanadu“ wird vom 30. April bis zum 21. Mai jeweils samstags ausgestrahlt.

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