Da kommt der neue Geschäftsführer von Pro7 gleich mal mit einem Paukenschlag daher. Jürgen Hörner, der seit 1. April im Amt ist, berichtet der FAZ, dass man ab Herbst mit einem neuen Castingshow-Format doch tatsächlich DSDS angreifen wolle. Produzent ist John De Mol.

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Ob das deutsche TV-Publikum wirklich noch eine weitere großangelegte Castingshow für Gesangstalente braucht, ist fraglich. RTL führt den Markt mit DSDS und in gewissem Sinne auch mit dem „Supertalent“ an, Vox hat „X-Factor“ und Pro7 produziert mir „Popstars“ eine Flop-Band nach der anderen. Demnächst kommt dort nun auch „The Voice of Germany“ hinzu.

Was die neue Show von allen anderen unterscheiden soll, ist die Tatsache, dass die Juroren tatsächlich nur nach der Stimme casten, denn die Bewerber bekommen sie erst einmal nicht zu sehen. Das ist tatsächlich neu, ob es aber der Konkurrenz wirklich ernsthaft den Rang ablaufen wird, darf man bezweifeln.

Im Heimatland der Show, ist das Konzept allerdings ausgesprochen gut angekommen. „The Voice of Holland“ konnte die dortigen Versionen von DSDS und „X-Factor“ problemlos abhängen. Gerade erst hat Produzent John De Mol eine Lizenz in die USA verkauft, wo „The Voice of America“ mit hochkarätigen Juroren wie Christina Aguilera und Cee-Lo Green bei NBC ausgestrahlt wird.

Und auch sonst ist das Format ein echter Exportschlager. Belgien, Frankreich, die Türkei und die Ukraine bereiten bereits eigene Versionen vor. Pro7 könnte also mit der deutschen Ausgabe durchaus auf den richtigen Zug aufgesprungen sein. Eine Besetzung für die Jury ist derzeit noch nicht bekannt. Spätestens im Herbst weiß man mehr.

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