Der Flimmerkasten

Von Klassikern bis zum aktuellen TV-Programm
 


Es gibt tatsächlich immer noch bedeutsame Kapitel des Zweiten Weltkriegs, die fast gänzlich unbekannt sind. Ein Beispiel dafür ist die Torpedierung des englischen Truppentransporters „Laconia“, die in einer ungewöhnlichen Rettungsaktion mündete. Mit einem aufwendigen Zweiteiler ist die Geschichte jetzt als deutsch-britische Co-Produktion verfilmt worden.

Am 2. und 3. November zeigt die ARD einmal wieder, wie beruhigt sich mit Gebührengeldern problemlos auch kostenintensive Kriegsspektakel finanzieren lassen. „Laconia“ entstand in Zusammenarbeit mit der BBC und erzählt die wahre Geschichte eines deutschen U-Boot-Kommandanten, der 1942 mehrere hundert Menschen vor dem sicheren Ertrinken rettete.

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Ungeduldig scharren die deutschen Fans von „Private Practice“ mit den Füßen. Stets hinkt die Ausstrahlung bei uns hinter dem U.S.-Sendeplan hinterher. Doch nun können sich die Zuschauer auch hierzulande endlich auf die Fortsetzung freuen, denn am 23. März startet die 4. Staffel der Serie auf Pro7.

Kate Walsh alias Dr. Addison Montgomery ©Flickr/sunnyd_57Seit Shonda Rhimes das Ärzte-Drama als spin-off zum ebenfalls von ihre erschaffenen Serien-Hit „Grey’s Anatomy“ kreiert und erstmals auf das Fernseh-Publikum losgelassen hat, ist die Fan-Gemeinde um „Private Practice“ stetig angewachsen. Mitfiebern, mitweinen, mitlachen war seitdem mit jeder einzelnen Folge an der Tagesordnung. Und die neuen Episoden werden in dieser Hinsicht wohl kaum eine Ausnahme machen. weiterlesen »


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Als Cheforganisator der Judendeportation im Dritten Reich gehörte Adolph Eichmann zu den größten Kriegsverbrechern des 20. Jahrhunderts. Bis 1960 lebte er mit neuer Identität zunächst in der Nordheide, danach in Argentinien, wo er schließlich entdeckt wurde. Ein Dokudrama von NDR und SWR zeichnet die Einzelheiten des Falls jetzt nach.

Herbert Knaup als Eichmann (Quelle: www.daserste.de)

Ganz in der Nähe des ehemaligen Konzentrationslagers Bergen-Belsen hatte sich Eichmann nach Kriegsende ein unauffälliges Leben als Hühnerzüchter und Holzfäller zurecht gelegt. 5 Jahre lang blieb er unerkannt, dann setzte er sich nach Buenos Aires ab. Ausgerechnet ein Liebesverhältnis zwischen seinem Sohn und der Tochter eines Holocaust-Überlebenden deckte schließlich seine wahre Existenz auf.

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Hillary Clinton weigerte sich, den Film auch nur anzusehen, und zog trotzdem mächtig über ihn her. Das weiße Haus äußerte sich überhaupt nicht und ließ nur wissen, dass der Gegenstand keiner Würdigung wert sei. Die Rede ist von „Death of a President“, einem fiktiven Dokumentarfilm, der ein Szenario durchspielt, das die USA nach der Ermordung von George W. Bush zeigt. Auf 3Sat gibt es den Stein des Anstoßes am 1. Juni um 23 Uhr zu sehen.

Als „Death of a President“ am 10. September 2006 auf dem Internationalen Filmfestival Toronto seine Premiere erlebte, waren die Macher vermutlich gut auf den Aufruhr vorbereitet, den ihr Film auslösen würde. Im Stil einer Dokumentation hatten sie sich überlegt, was wohl aus Amerika werden würde, wenn der damalige Präsident Bush einem Attentat zum Opfer fallen und durch seinen Vize Dick Cheney ersetzt würde.

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Was wäre, wenn in Deutschland die Mauer wieder aufgebaut würde? Undenkbar? Richtig. In einem neuen Zweiteiler von SAT1 geschieht nichts desto trotz genau dies. Was auf dem Papier ganz schön absurd klingt, könnte aber trotzdem für kurzweilige Unterhaltung sorgen. Ausgestrahlt wird die Produktion am 15. und 16. März.

TeamWorx und kein Ende. Wo in der deutschen Fernsehlandschaft große Budgets für fiktionale Stoffe zu vergeben sind, ist die Produktionsgesellschaft von Nico Hofmann garantiert dabei. Für RTL kümmerte man sich in „Vulkan“ zuletzt um die Zerstörung eines Eifeldorfes, für das ZDF kurz darauf um „Das Geheimnis der Wale“. Hier sieben, da neun Millionen Euro: Es gilt also klotzen statt kleckern. Nicht anders im Fall der SAT1-Produktion „Die Grenze“.

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Der Pianist - im Januar auf 3sat

Autor: Moritz
abgelegt in: Filme

Die bewegende Geschichte des Holocaust-Überlebenden im warschauer Ghetto, Wladyslaw Szpilman, der vor Beginn des dritten Reichs ein erfolgreicher Pianist war, brachte Adrien Brody 2003 den Oscar als bester Hauptdarsteller ein. Am 24. Januar wird der auf einer wahren Begebenheit beruhende Film von Roman Polanski auf 3sat gezeigt. Für alle, die ihn noch nicht kennen: Absolut sehenswert!

Der Pianist – Holocaust-Drama von Roman Polanski

Der Pianist, das ist der Ende der 30er Jahre in Polen bekannte, jüdische Musiker Wladyslaw Szpilman. Sieht man ihn anfangs noch gelassen mit seiner Familie über die Bedrohung durch die Nazis scherzen, folgt ziemlich schnell die grausige Realität: Szpilmans Familie wird in das Warschauer Ghetto umgesiedelt, wo sie um das nackte Überleben kämpft. Schonungslos zeugen die düsteren Bilder des Films von der unbeschreiblichen Brutalität und Kaltblütigkeit, mit denen die jüdische Bevölkerug hier schikaniert, ausgehungert und systematisch ums Leben gebracht wird.

So auch die Familie von Wladyslaw Szpilman. Als einziger kann er der Deportation in ein Vernichtungslager entfliehen und schlägt sich fortan alleine durch. Völlig ausgezehrt, krank und am Ende schleppt er sich von Versteck zu Versteck und wird Zeuge des Aufstands gegen die Deutschen im jüdischen Ghetto.

Zufällig trifft er auf Wilm Hosenfeld (gespielt von Thomas Kretschmann), einen deutschen Wehrmachtsoffizier, zu dem ihn, trotz anfänglicher Todesangst, etwas verbindet: Die Liebe zur Schönheit der Musik. weiterlesen »


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In Bad Münstereifel war einiges los, als ein Riesenteam um Heiner Lauterbach, Armin Rohde, Yvonne Catterfeld, Katharina Wackernagel, Ursula Carven und andere TV-Gesichter den beschaulichen Eifel-Ort auf den Kopf stellte. Immerhin musste ein Vulkanausbruch glaubhaft in Szene gesetzt werden, und RTL ließ sich die Sache einiges kosten. Herausgekommen ist ein Zweiteiler, der alle bisherigen Budgets des Senders in diesem Segment locker sprengt.

Ganze 9 Millionen Euro ließ man sich den Spaß kosten, mal einen prallen Katastrophenfilm auf deutschem Boden zu produzieren. Eine Million verschlang alleine die lebensechte Generierung des titelgebenden Vulkanausbruchs am Computer. Bloße vier Sekunden dauert die Eruption im fertigen Film und kostete nach Senderangaben nichts desto trotz mehrere 10.000 Euro. Zudem mussten 1700 Statisten koordiniert (und bezahlt) werden – von den gut dotierten Hauptdarstellern ganz zu schweigen.

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Bei Vox’ am 17. August startender Doku-Serie „Mehr geht nicht!“ begleitet die Zuschauerin insgesamt sechs Großfamilien durch den Alltag. Das Besondere dabei: alle porträtierten Familien haben durch Mehrlingsgeburten schlagartig an personeller Stärke gewonnen.

Zwei Wochen lang ist man jeweils Montags bis Freitags um 18 Uhr bei einer Familie mit Fünflingen, zwei Familien mit Vierlingen und drei mit Drillingen dabei und kann dabei zusehen, wie die Eltern die Herausforderung meistern und mit welchen Schwierigkeiten sie zu kämpfen haben.

Fünf Freunde sollt Ihr sein! ©flickr by re-ality

Welche Probleme und logistischen Komplikationen auftreten können, wenn man anstelle nur eines Kindes gleich drei, vier oder sogar fünf zu betreuen hat, konnte man bereits im Fernsehen sehen – so ganz neu ist Vox’ Konzept nicht. Zugegeben sind v.a. Fünflingsgeburten allerdings nicht gerade alltäglich, ja nicht einmal alljährlich: 2007 gab es in Deutschland weiterlesen »


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Vor zehn Jahren wurden das Familienepos von Charlotte Link vom ZDF aufwändig verfilmt. Der Fernseh-Fünfteiler ist auch auf drei DVDs zu haben.

Eine der spannendsten deutschen Krimiautoren neben Andreas Franz ist Charlotte Link. In ihren drei Büchern “Sturmzeit”, “Wilde Lupinen” und “Die Stunde der Erben” werden zwar keine Mordfälle gelöst, aber spannend ist die Geschichte allemal. In geradezu an die Bronte-Schwestern erinnernder Manier erzählt die Autorin die Lebensgeschichte von Felicia, die sich vor Ausbruch des ersten Weltkrieges in Maksim verliebt. Die Nähe zur englischen Literatur wird auch durch die Wahl des Titels deutlich, der an Emily Brontes “Sturmhöhe” erinnert: Die Sturmzeit-Trilogie breitet die Geschichte der weitverzweigten und durch Kriege versprengte Familie Domberg durch die Jahrzehnte aus.

Ben Becker © Flickr/bebal

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„Tage des Ruhms“ auf DVD erhältlich

Autor: Moritz
abgelegt in: DVD

2007 war das französische Kriegsdrama „Tage des Ruhms“ zusammen mit „Das Leben der anderen“ als bester ausländischer Film für den Oscar® nominiert. Seine fünf Hauptdarsteller, Sami Bouajila, Roschdy Zem, Jamel Debbouze, Samy Naceri und Bernard Blancan wurden in Cannes mit dem Schauspielerpreis ausgezeichnet. Nun gibt’s die 13 Millionen-Dollar-Produktion auf DVD.

Regisseur Rachid Bouchareb erzählt eine der in Vergessenheit geratenen Geschichten des zweiten Weltkriegs. 233000 Soldaten aus der nordafrikanischen Kolonie kämpfen, getrieben von Armut, für „ihre“ Kolonialmacht Frankreich gegen die deutsche Wehrmacht. Sie setzen ihr Leben für ein Land aufs Spiel, das sie noch nie gesehen haben. Dabei wird ihr Einsatz keineswegs mit Gleichheit und Anerkennung gedankt, sondern ist geprägt von Diskriminierung, Rassismus und Ausbeutung. In aussichtsloser Lage werden sie in erster Linie als Kanonenfutter missbraucht. Am Ende kommt nur einer der fünf Hauptfiguren mit dem Leben davon.

Bouchareb erzählt die Schrecken des Krieges anhand der Schicksale seiner Hauptdarsteller und das persönliche Empfinden rückt in den Vordergrund. So erhält der Film eine intime und persönliche Note.

Der Film erzählt nicht nur eine fiktive Geschichte, sondern dokumentiert darüber hinaus die Absichten der französischen Regierung, nach dem Ende der Kolonialzeit die Pensionsansprüche der Soldaten aufzuheben.

„Der kraftvollste Kriegsfilm des Jahres“ sagt The Times. „Der beste Kriegsfilm seit Der Soldat James Ryan“ urteilt BBC Radio 3 und in Frankreich erreichte „Tage des Ruhms“ Platz eins der Kinocharts.


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