Für seine überzeugenden Kostümierungen ist Hape Kerkeling von jeher bekannt. Als geradezu legendär etwa gilt bis heute sein Auftritt als Königin Beatrix. Aber auch Horst Schlämmer, seine erfolgreichste Kunstfigur, beruht vor allem auf der originellen Maske. Jetzt tritt der Comedian im Rahmen von 6 Folgen „Terra X“ in der Rolle historischer Gestalten auf.
Ob er jetzt demnächst „Wetten dass?“ übernimmt oder nicht, bleibt noch geheim. Ansonsten aber hat das ZDF Hape Kerkeling bereits ausgiebig vereinnahmt. Ein Auftritt im „Traumschiff“ an der Seite von Harald Schmidt, die Moderation des Jahresrückblicks, die bislang Thomas Gottschalk absolvierte, und jetzt auch noch eine Art Reiseführer-Funktion bei „Terra X“ – Kerkeling macht es sich im öffentlich-rechtlichen Rundfunk anscheinend schon mal gemütlich.
Nachdem sich die Arte-Reihe „Summer of“ in den vergangenen Jahren den 60ern, 70er und 80ern gewidmet hatte, steht sie diesmal, in gewissem Sinne passend zur Frauenfußball-WM, ganz im Zeichen der „Girls“. Ikonen der Populärmusik, Filme mit prägenden weiblichen Hauptfiguren, Dokus und Reportagen bestimmen das Programm jeweils dienstags vom 5. Juli bis zum 30. August.
Wer will, kann den „Summer of Girls“ bei Arte auch als echtes Alternativprogramm zum „Sommermädchen“ auf Pro7 begreifen. Zu sehen gibt es legendäre Konzerte von Frauen, die Musikgeschichte geschrieben haben, Dokumentationen und Spielfilme. Zusätzlich können die Zuschauer über die „Queen of Pop“ abstimmen. Mögliche Kandidatinnen präsentiert eine 10-teilige Reihe über weibliche Popstars der letzten 50 Jahre.Mal sehen, wir haben Leute, die uns aus den Schulden holen, die unsere Hunde erziehen, unsere Kinder sowieso, uns beim Umdekorieren helfen, beim Hausbau und beim Abnehmen. Was brauchen wir denn noch, Herr Posch?
Ach genau, rechtliche Hilfe, denn - das ist international bekannt - der deutsche Bürokratie Dschungel und die allgemeine Unzufriedenheit miteinander und dem System sorgt immer wieder dafür, dass wir mehr oder weniger selbstverschuldet vor Gericht landen. Wie so oft gilt: wer sich nicht auskennt, hat den Kürzeren gezogen, denn selbst Betrüger können bei Klagen gewinnen, wenn sie nur richtig klagen.
Christopher Posch sieht das nicht ein und hilft - dieses Mal tatsächlich.
Denn der Herr Posch war bereits 2007 bei RTL ein ungern gesehenes Gesicht, eine Pseudodoku und hanebüchene Gerichtsfälle wollte einfach keine guten Einschaltquoten einfahren, was ein wenig merkwürdig war, immerhin gibt es immer noch ähnlich hanebüchene Sendungen, die weiterhin gut mit diesem Konzept fahren. weiterlesen »
ZDF Kultur ersetzt bald den Theaterkanal und will damit jünger und frischer werden. Mit dem Musikformat “Berlin Live” ist zumindest schon einmal ein guter Start gelungen.
Im Fernsehen kann man nur Popcharts und Casting Shows, nebst Schlagershows sehen, so die MotorFM Moderatoren zu Beginn der ersten Konzertrunde. Ganz so ist es natürlich nicht, arte bietet immer noch junge Musik und der Rockpalast sorgt auch regelmäßig dafür, dass wir Musik-Begeisterten mit den neusten und/oder besten Bands bespaßt werden.
Dennoch, diese Sendungen sind spärlich und spät gesät, weshalb ein neues Format in der Runde kein Nachteil ist. Drei Bands, drei Bühnen, ein Publikum und ein fliegender Wechsel. In zwei Runden spielen jeweils drei Bands zwei bis drei Songs, während das Publikum quasi im Kreis herum wandert. Der Vorteil: keine großen Umbaupausen, die unbekannteren Bands verlieren nicht an Publikum, sobald die Lieblinge gespielt haben und wer die ein oder andere Band nicht so großartig findet, muss nicht ewig warten, bis endlich wieder etwas kommt, was gefällt. weiterlesen »
Die Mystery Serie “Desperate Housewives” ist ein Hit, nicht zuletzt weil der Mix eines glamourösen Lifestyles gepaart mit dreckigen Geheimnissen bereits in amerikanischen Soaps seit Jahrzehnten für Erfolg sorgt. Aber wie sieht denn das Leben der echten High Society aus?
Die Antwort ist simpel: Erschreckend. Während die Charaktere der US Serie Witz, Köpfchen und vor allem zumindest ansatzweise Tiefe haben, bekommt man nicht selten Lust, den Glauben an die Menschheit zu verlieren, wenn man sich “The Real Housewives” ansieht, wie sie an einem Cocktail schlürfend ignorante Kommentare zu banalen Themen los lassen, die vielleicht amüsant sind, aber gleichzeitig ein schockierendes Bild darüber zeigen, wie leer ein Kopf doch tatsächlich sein kann. weiterlesen »
An zwei Enden der Gehaltsgrenze, dennoch ähnlich peinlich, sowohl die Mittelstands-Großfamilie der Wollnys, als auch die Neureichen Geissens, Deutschland kann nicht genug von ihnen kriegen, weshalb die zweiten Staffeln schon bald anlaufen.
Die Wollnys
Insgesamt 11 Kinder haben Silvia und Dieter auf die Welt gebracht, drei haben das Mutternest schon verlassen, die restlichen 8 sorgen für allerlei Trubel und entzücken das Publikum mit exotischen Soap Opera Namen a la Calantha und Sarafina. Die rüstige Silvia hält allerdings alle zusammen, außerdem ist es doch witzig, zu sehen, wie fehlende Grammatik und eingeschränktes Vokabular für Abendunterhaltung sorgt. Übrigens kann man bei Mama Wollny lernen, wie man jeden Satz mit fallender Intonation aussprechen kann (klingt leicht, ist aber schwieriger als gedacht).
Die Geissens
Die selbst gemachten Neureichen sind mindestens so peinlich wie die Wollnys, die haben noch nicht einmal die Ausrede, mit 8 Kindern klar zu kommen, wo Stress und Chaos gerne auch mal die rhetorischen Fähigkeiten einschränkt, nein die Geissens sind einfach von Natur aus unangenehm ignorant und naiv. Na gut, von Natur aus kann, muss es aber nicht sein, denn wieviel von den Wollnys als auch den Geissens wohl gescriptet ist, will ich gar nicht wissen.
Die ersten Staffeln liefen so gut beim Publikum an, dass bereits jetzt schon für die Fortsetzungen gedreht werden, die laut RTL2 die ersten Staffeln sogar noch toppen sollen. Wie man das versprechen kann, wenn man ganz “ohne Drehbuch” und “ausgedachte Dialoge” das wahre Leben filmen will, ist zwar schleierhaft, aber so lange man sich dann abends wieder eine Runde fremd schämen kann, ist doch alles geritzt.
In der Geschichte der Comedy gibt es einige Künstler, die auf ewig Vorbilder für Humor sein werden und Monty Python sind definitiv in der Top5. Wie und warum sie eigentlich witzig sind, erfährt man eventuell auf arte.
Vor mehr als 40 Jahren revolutionierten das halbe Dutzend der Monty Python Crew die Welt der Comedy. Mit ihrem Flying Circus kreierten sie absurde, surreale Sketche ohne Anfang und Ende, manchmal ohne Konzept, manchmal animiert, manchmal nicht, manchmal metaphysisch, manchmal einfach nur albern, aber immer witzig. weiterlesen »
Die Mischung aus Dokumentation und Claymation Magie ist wohl eine der besten wissenschaftlichen Produktionen für Kinder und Erwachsene, denn sie ist lehrreich, humorvoll und lädt zum Staunen über die menschliche Kreativität ein.
Die Welt ist voller brillanter Erfindungen, merkwürdigerweise gibt es kaum Dokumentationen, die kindgerecht und informativ all diese bunten Wunder der Technik und Biologie zusammen sammeln und vorstellen.
Doch dank der beiden Knethelden, Erfinder Wallace und Erfinderhund Gromit, gibt es eine wunderschöne Serie, die großartige Individuen und ihre Visionen vorstellt, Grenzen durchbrechende Projekte und sogar wundervolle Erfindungen, die leider niemals die Schreibtische verlassen haben. weiterlesen »
Sie ist Kult, die quirlige Engländerin, die sich für nichts zu schade ist. In “Super-size me”-Selbstversuchen macht sie sich auf die Suche nach vorwiegend weiblichen Fragen, die man schon immer stellen wollte, sich aber nie getraut hat.
Polygamie ist eigentlich ein Tabuthema, auch, wenn man anhand der regelmäßigen Sex-Skandale annehmen könnte, dass der Mensch eher zur Poly-, als zur Monogamie neigt. Reporterin Dawn Porter macht sich auf in die Welt der Swingerclubs, Kommunen (das übrigens in Deutschland) und Lebensschulen, die die “freie Liebe” beibringen. weiterlesen »
“Ein investigatives und gesellschaftlich relevantes Format”, so wird die neue Sendung, deren Vorbild aus Amerika kommt, auf RTL2 verkauft, die sich im charmanten BILD-Look zeigt und mit schockierenden Nicht-Fakten über das Internet aufwartet.
Dass das sehr wohl ernste Thema des Kindesmissbrauches dabei vorwiegend auf Online-Chats geschoben wird, soll eigentlich die Aufmerksamkeit der Eltern schüren, lässt dabei aber im Dunkeln, dass Missbrauch kein Phänomen der Online-Community ist, sondern immer noch vorwiegend in der Familie und im Umkreis auftritt.
Natürlich kann man von RTL2 nicht all zu viel fachliches Hintergrundwissen erwarten, da die Quote sich nur selten mit Fakten steigern lässt, aber was besonders in den Medien kritisch beäugt wird, sind die mit versteckter Kamera aufgenommenen Chats, die angebliche Pädophile auf frischer Tat ertappen sollen. weiterlesen »