Ein Familie unter ständiger Beobachtung durch Kameras, während ein Millionenpublikum zuschaut, ist an sich nichts Neues. Anders sieht sie Sache jedoch aus, wenn die Betroffenen davon gar nichts wissen. Was ein bisschen klingt wie „Die Truman Show“ ist das Konzept einer neuen Serie auf dem US-Sender Showtime. Termin für die Erstausstrahlung ist der 1. November.

Nichts ist im Fernsehen so kostengünstig abzubilden wie das reale Leben. Seit dem Siegeszug von „Big Brother“ vor über einem Jahrzehnt gehört Reality TV auch in Deutschland zum regulären Tagesprogramm. Längst wird der Wirklichkeit jedoch mit Drehbüchern nachgeholfen, und Shows wie „Bauer sucht Frau“, „X-Diaries“ oder „Berlin – Tag & Nacht“ sind dafür ideale Beispiele.

Warum also nicht genau diesen Prozess wiederum zum Thema einer eigenen Serie machen? Den ebenso naheliegenden wie genialen Gedanken hatte der US-Filmemacher und Drehbuchautor Adam Rifkin („Small Soldiers“). Herausgekommen ist eine zunächst 8-teilige Produktion, die ab dem 1. November auf Showtime zu sehen sein wird.

„Reality Show“ heißt die Serie bezeichnenderweise und erzählt die Geschichte eines heruntergekommenen TV-Produzenten, der mit einem neuen, nie zuvor gesehenen Konzept sein Comeback einleiten will: Heimlich wird eine normale Durchschnittsfamilie ohne ihr Wissen von Kameras überwacht und dem TV-Zuschauer zum Fraß vorgeworfen.

Bald schon stellt sich allerdings heraus, dass die Probanden zutiefst langweilig sind, und so muss dem Geschehen nachgeholfen werden. Doch je mehr die Produzenten ins Leben ihrer Versuchsobjekte eingreifen, desto desaströser gerät die Situation und steuert direkt ins Chaos.

Ob es „Reality Show“ auch in Deutschland zu sehen geben wird, ist derzeit nicht bekannt.

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