Nichts geht über einen netten Sonntagabend mit einem schönen britischen Krimi, vor allem, wenn man gleichzeitig noch ein paar schöne Graflandschaften, Schlösser und Dörfer zu sehen bekommt.

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Im Krimigenre gibt es ja so etwas wie zwei Richtungen, zum Einen den ernsten und sozialkritischen Krimi, der manchmal sogar Thriller-Anleihen enthält, etwa in der Mankell-Reihe oder der „Methode Hill“, zum Anderen den sympathisch kauzigen Krimi mit schmunzelnden Inspektoren und exzentrischen Verdächtigen, a la „Columbo“ oder „Kojak“. „Inspektor Barnaby“ (mit John Nettles in der Hauptrolle) lässt sich eindeutig in die letztere Kategorie einordnen, zusammen mit seinem manchmal etwas langsamen Kollegen Sergeant Troy löst er vorwiegend Fälle in altmodisch und schön anzusehenden englischen Kleinstädten, in denen der Adel und die Tradition manchmal noch den Anschein geben, eine perfekte Welt dar zu stellen, nur um dahinter Lügen und Intrigen und natürlich diverse Leichen zu verbergen.
Besonders der scharfe Geist von Inspektor Barnaby und die oftmals fast humoristische Darstellung der Aristokratie und Kleinbürgerlichkeit macht die Krimireihe zu einer leichten und dennoch spannenden Angelegenheit, bei der das Raten um den Täter zwar öfters mal durch Vorblenden verdorben wird, aber immer noch genügend Unterhaltung zum Einschalten bietet.
Ab dem 10.1. zeigt das ZDF jeden Sonntag eine Folge ab 22:00, die man ganz besonders genießen sollte, denn John Nettles hat bereits angekündigt ab der 14. Staffel aus zu steigen und löst damit vor allem Bedauern aus, denn wer sonst kann so trocken über seinen Sergeant witzeln und vor allem als intelligenter Anker die manchmal doch sehr albernen Charaktere ausgleichen?

Genre: Krimiserie

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