Endlich gibt es die vierte und damit zugleich letzte Staffel der Erfolgsserie im deutschen Free-TV zu sehen. Erstmals Mitte 2008 hatte Pro7 mit der Ausstrahlung begonnen, dabei aber einiges herausgekürzt. Danach landeten „Die Tudors“ auf Arte und kehren jetzt wieder zu den Münchnern zurück. Ab dem 22. Dezember kann man dem wilden Treiben am Hof des Königs wieder beiwohnen.

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Nachdem sich die dritte Staffel auf den Aufstand der Katholiken und den Sturz von Thomas Cromwell konzentriert hatte, dreht sich im Finale alles um den gealterten König, mit dessen (angedeutetem) Ableben die Serie endet. Dabei geht es durchaus etwas fantastischer zu als bisher. Henry VIII begegnet gar den Geistern seiner verstorbenen Ehefrauen, und die haben ihm wenig Gutes zu berichten.

Überhaupt ist diese vierte Staffel näher am klassischen Königsdrama als es die Serie zuvor je war. Der König (weiterhin Jonathan Rhys-Meyers) hat seine Blütezeit hinter sich, und es geht an allen Fronten bergab. Seine neue, viel zu junge Frau erträgt ihre Ehe nicht und betrügt ihn gleich mit zwei Männern. Als Henry davon erfährt, lässt er alle drei hinrichten.

Auch sonst geht es gewohnt drastisch zu. Verrat, Mord und Vergewaltigung gehören zum Alltag. Doch über allem liegt ein permanenter Schleier des Untergangs mit zwei gescheiterten Ehen, einem Invasionsversuch in Frankreich und der Frage nach einem Nachfolger für den Thron.

Am 20. Juni endete „The Tudors“ in den USA. Für den auftraggebenden Sender Showtime erwies sich die Serie als immenser Erfolg. Historische Genauigkeit war für Autor Michael Hirst von Anfang an nicht der entscheidende Leitfaden, und so gibt es, ähnlich wie bei der Serie „Rom“, immer wieder merkliche Abweichungen, die aus dramaturgischen Gründen vorgenommen wurden.

Pro7 zeigt die finale Staffel ab dem 22. Dezember um 22.15 Uhr.

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