Ein weiteres Highlight im Sendeprofil von Arte ist die deutsche Erstausstrahlung der Fernsehversion von „Die Geheimnisse von Lissabon“. Die Kinofassung war vor allem in Frankreich und Portugal sehr erfolgreich. Jetzt gibt es den 6-Teiler ab dem 19. März in jeweils einer Doppelfolge zu sehen.

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Weder leichte Kost noch gediegen-entspannte Abendunterhaltung sollte man erwarten, wenn man sich entscheidet, einen Blick auf die umfangreiche Adaption des 1854 erschienenen Romans von Camilo Castelo Branco zu werfen. Denn die über 6-stündige Mini-Serie erfordert jede Menge Geduld und Sitzfleisch.

Die Kinofassung hatte mit rund 270 Minuten bereits enorme Überlänge, doch anders lässt sich ein umfangreiches Stück Literatur kaum einigermaßen werkgetreu verfilmen. Der mittlerweile 70-jährige chilenische Regisseur Raoul Ruiz hatte sich an den Stoff gewagt und für das Resultat jede Menge Lob und Zuspruch erfahren. Ernstzunehmende Quoten sind für die TV-Ausstrahlung jedoch kaum zu erwarten.

Arte bestätigt mit diesem Programmpunkt erneut, dass man auch in Zukunft verstärkt immer wieder Produktionen zeigen wird, die weder bei den anderen öffentlich-rechtlichen noch gar bei den privaten Kollegen jemals einen Platz finden würden. Zuletzt boten die französische „Serie in Schwarz“ oder aktuell „Xanadu“ hierfür bemerkenswerte Beispiele.

„Die Geheimnisse von Lissabon“ spielen im Portugal des 19. Jahrhunderts und bewegen sich im Umfeld des Adels. Waisenkind Joao wächst im Kloster auf und erfährt mit 15 Jahren, dass seine Mutter noch lebt. Doch die Hintergründe sind finster, und es entfaltet sich eine komplexe Geschichte um Standesdenken, verbotene Liebe und große Gefühle.

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