Wenn am 28. August die erste Folge von „Criminal Minds: Team Red“ über die hiesigen Bildschirme flimmert, hat man in den USA vermutlich schon wieder vergessen, dass es die kurzlebige Ermittlerserie überhaupt einmal gegeben hat. Im Mai diesen Jahres wurde die Produktion nach nur einer Staffel eingestellt.

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Vermutlich wollte man es dem Konzept von „C.S.I.“ einfach gleich tun und der erfolgreichen Reihe „Criminal Minds“ nach und nach weitere, nicht weniger erfolgreiche Spin-Offs folgen zu lassen. Doch mit „Suspect Behavior“, wie der Ableger im Original heißt, war das nicht machbar. Die Serie brachte es auf gerade einmal 13 Folgen.

Dabei war man dem Trend anderer Shows wie „Lie to me“ gefolgt und hatte die Hauptrolle mit einem bekannten Kinostar besetzt. Doch auch Oscar-Gewinner Forest Whittaker konnte nicht genügend Zuschauer motivieren, um eine akzeptable Quote zu erzielen. CBS zog die Notbremse und ließ die Serie mit einem Cliffhanger enden.

Auch die Strategie eines sogenannten Backdoor-Pilots half nicht weiter. Die Vorgehensweise ist nicht ungewöhnlich: Soll ein erfolgreiches Spin-Off lanciert werden, so gelingt das in der Regel am besten, wenn die neuen Charaktere vorab in einer Folge der bestehenden Serie auftauchen, um von dort an alleine zu funktionieren. Ein aktuelles Beispiel dafür ist „The Finder“, ein Ableger der Erfolgsreihe „Bones“.

Im April 2010 war das neue Team also im Rahmen einer Folge von „Criminal Minds“ vorgestellt worden, ging aber erst am 16. Februar 2011 eigenständig auf Sendung. In Deutschland gibt es die gesamte Staffel nun ab dem 28. August mit dem Untertitel „Team Red“ zu sehen. Die Sendezeit von 23.15 Uhr ist allerdings so ungünstig, dass man bei Sat1 vermutlich ebenfalls keine brauchbaren Quoten erzielen wird.

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