Das sogenannte Kontrastverhältnis ist ein Messwert, der den sog. maximalen relativen Helligkeitsunterschied zwischen hell und dunkel bzw. zwischen Weiß und Schwarz angibt. Mit dem Kontrastverhältnis wird in der Praxis aber auch die Fähigkeit eines Projektors, Monitors oder Bildschirms angegeben, ein farb- und wirklichkeitsgetreues Bild zu erzeugen. Des Weiteren versteht man unter dem Kontrastverhältnis aber auch den Quotienten, der aus der minimal darstellbaren und der maximal darstellbaren Leuchtdichte eines solchen Projektors, Monitors oder Bildschirms resultiert.

Weißanteil, Sättigung und andere Faktoren

Ein Bild wirkt umso lebendiger und heller (also wirklichkeitsgetreuer), je größer dieser Quotient ist. Somit kann mithilfe der Kontrasteinstellung auch eine Regulierung des Bildes erfolgen. Bei einem kleinen Quotienten wirken die Farben grundsätzlich matter und dunkler als bei einem hohen Quotienten. Allerdings kann diese Farbsättigung durch ein Beimischen von sog. Weißanteilen geringfügig verändert werden, so dass es bei einigen Fernsehgeräten und PC-Monitoren möglich ist, ein möglichst individuelles Bild zu erzeugen, das der Zuschauer oder Nutzer als angenehm empfindet. Allerdings empfiehlt es sich nicht, zu viele Weißanteile beizumischen. Dadurch wirkt das Bild oft wie ausgebleicht oder verwachsen, wobei dunkle Farben als graustichig empfunden werden können.

Der ideale Kontrast hängt von der Umgebungshelligkeit ab

Ein gutes Kontrastverhältnis hat sich besonders im Heimkinobereich als wichtig erwiesen. Hier kommt es vielen Filmfans vor allem auf eine saubere Darstellung von reinweißen und tiefschwarzen Flächen an. Zu beachten ist in dieser Hinsicht aber auch, dass die Wahrnehmung der Kontraste sehr abhängig von der Umgebungshelligkeit – also den Lichtverhältnissen im Raum – ist. In einem völlig abgedunkelten Raum wirken Kontrastverhältnisse natürlich anders als in einem Raum, von Tageslicht durchflutet oder künstlich beleuchtet wird.

Fotoquelle: Krisztián Tejfel

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