Es gibt ja so einige Seinfeld-Fans, die behaupten, dass Elaine immer das schwächste Glied im neurotischen Gefüge war, ob das wirklich stimmt, zeigt sich vielleicht in ihrer neuen Sitcom.

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Christine ist geschieden, alleinerziehend und hat eigentlich ein gutes Leben, ja selbst mit ihrem Ex kommt sie hervorragend aus.
Als der sich jedoch endlich eine neue Freundin zulegt, die nicht nur in allen Bereichen perfekt zu sein scheint, sondern auch noch ihre Namensvetterin ist, muss sich die nunmehr Second Hand Christine klar machen, was sie eigentlich mit ihrem Leben anfangen will und ob es nicht eine gute Idee wäre, selbst auf Männerfang zu gehen, damit sie nicht mehr die „alte“ sondern bald wieder die „neue“ Christine ist.
Julia Louis-Dreyfus ist unglaublich sympathisch, das muss man ihr lassen und auch die Prämisse ihrer neuen Sitcom ist clever, denn mal ehrlich, wann findet man einmal alleinerziehende Mütter im US-Sitcom-Universum?
Allerdings nervt die Lachschleife ein wenig und ruiniert einige Gags die sonst landen würden, denn die Dialoge sind gewitzt und pointiert.
Im Gross kann man sich jedoch auf Christine, ob nun alt oder neu freuen, denn auch wenn sich der Ton einigermassen brav im familienfreundlichen Abendprogramm bewegt, sind die Inhalte der Dialoge und Episoden clever und amüsant und entziehen sich dem Schema des „Schon gesehen“-Rituals der Familiensitcoms.
Einschalten lohnt sich daher und auch wenn die Uhrzeit (20:40) etwas quer im typischen Fernsehprogramm liegt, sollte man sich hin und wieder dazu aufraffen, bei Christine ein zu schalten, beziehungsweise seinen Recorder ein zu programmieren.

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