Dass „Bauer sucht Frau“ sich wieder zum Quotenrenner entwickelt, hatten wir zuletzt schon einmal berichtet. Mittlerweile hat aber auch die Zweitvermarktung eingesetzt, so hat sich das „Schäferlied“ von Bauer Heinrich inzwischen zu einem Kultsong entwickelt, dabei besitzt der suchende Hirte keinerlei Sangestalent.
Aber in einer TV-Gesellschaft, in der gerade Formate boomen, in denen Menschen bloßgestellt werden, ist es keinesfalls verwunderlich, dass sich dieser nerviger Song zu einem Kult entwickelt. Zumindest ist das Selbstbewusstsein des Schäfers zu bewundern, der sich einem Millionen-Publikum ohne Scheu präsentiert.
Man braucht nun wirklich nicht mehr lange zu warten, bis man in öffentlichen Verkehrsmitteln einen Remix des „Schäferliedes“ zu hören. Na ja, in freudiger Erwartung….
Bei der vierten Staffel zu „Bauer sucht Frau“ ist Bauer Günne ohne Zweifel der große Star. Halbwegs gut aussehend, schwärmen die Fernsehzuschauer in erster Linie für den Quotenschönling.
In der letzten Folge konnte man sich dank eines ausgiebigen Badeurlaubs von den körperlichen Vorzügen Günnes überzeugen, der in knapper Badehose mit seiner Angebeteten Evelyn einen romantischen Tag am See verbrachte. Wo dem Fernsehzuschauer mit dem ersten Kuss in der Staffel noch die heile Welt vorgegaukelt wird, enthüllt Deutschlands Boulevard-Blatt Nr. 1 schon ganz andere Details.
Günnes und Evelyns Liebe hielt nur knapp den Sommer über, vielmehr ist der Staffel-Liebling längst anderweitig vergeben. Die 29jährige Kristina aus dem Nachbardorf hat es dem Bauern angetan und schon längst wird von Heirat gesprochen, während er bei „Bauer sucht Frau“ bei Evelyn sein Glück versucht.
Das Fernsehgeschäft ist hart und schnelllebig. Der Beliebtheit von „Bauer sucht Frau“ tut es jedenfalls keinen Abbruch, konnte die vierte Staffel am Montag Einschaltquoten von über sieben Millionen verbuchen. Vermutlich, weil den anderen Bauern so gern beim Scheitern zusieht.
Irgendwie hätte man das Ganze ja auch kommen sehen können, denn “Die Gerichtsmedizinerin” muss “Bones” wieder Platz machen. Wie unerwartet!
Als im September die dritte Staffel von “Bones - Die Knochenjägerin” auf RTL an den Start ging, waren die Einschaltquoten eigentlich immer relativ hoch. Sie bewegten sich stets im Bereich von 20%. Und was ist bei so guten Quoten natürlich die logische Konsequenz? Klar, ist doch eindeutig… Man setzt die Serie nach nur fünf Folgen wieder ab… Absolut logisch!
Wer weiß, was da in den Hirnen der Verantwortlichen so alle vor sich gegangen ist, denn sie haben nicht mal einen Neustart dafür gebracht. Nein, “Die Gerichtsmedizinerin” mit Lisa Fitz wurde aus dem Archiv geholt und stürzte natürlich grandios ab.
Da waren die Bosse aber bestimmt extrem verwundert und einige Fans von “Bones” zurecht sauer. Nun haben sie es also wieder eingesehen und der Donnerstagabend wird nochmal umgestaltet. “Bones” darf nun wieder um 22: 15 Uhr ran und die Freunde der Serie können sich nun endlich auf die verbliebenen zehn neuen Folgen der Staffel freuen.”Die Gerichtsmedizinerin” bleibt aber dern Fans trotzdem erhalten und rutscht einfach nur weiter nach hinten auf 23:10 Uhr. Das, was vorher hier lief, nämlich “Im Namen des Gesetzes” wird dafür ganz gestrichen.
Das soll mal einer verstehen…
Für den einen Star ist das Ende der Fahnenstange im Klein-Klommschauer Bierzelt erreicht. Das ist traurig für den Ex-Promi. Andere machen dies leider etwas öffentlicher im Dschungelcamp. Das ist auch traurig, aber eher für den Zuschauer.
Wo der gemeine XYZ-Promi sich dazu genötigt fühlt, sich die letzten Reste des Selbstwertgefühls durch dusselige Balanceakte über mit Blutegeln verseuchten Matschpfützen aus dem Leib reissen zu lassen, wo der peinliche Zickenterror im vollen Bewusstsein der laufenden Kamera preisgegeben wird und wo die beinahe-bekannten Ex-Stars wider besseren Wissens glauben, durch diese Aktionen ihren Karrierknick wieder ins Lot zu bringen, dort ist “Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!”.
Und doch scheint das Format soviel Erfolg zu haben, dass es sogar Fanseiten im Internet nach sich zieht. Ob das nun am Phänomen des Fremdschämens, reiner Schadenfreude oder dem Blick ins ungeschminkte Antlitz des Showbusiness liegt, kann nur subjektiv entschieden werden. Jedenfalls droht uns im Januar die vierte Staffel und der Busch-Funk vermeldet, dass Brigitte Nielsen mit von der Landpartie sein könnte.
Frau Nielsen, die durch ihre Körpermaße, ihre eher durchwachsenen Versuche im Filmgeschäft, sowie durch zahlreiche Ehen bekannt ist, hat bereits einige Erfahrung darin, sich öffentlich zur Schau zu stellen: So war sie in ihrem Heimatland Dänemark in Big Brother VIP zu sehen, machte für das amerikanische Fernsehen einen Entzug durch und ließ für RTL in der Show “Aus alt mach neu” an sich schönheitschirurgisch herumschnippeln. Sie dürfte demnach wohl wissen, wie man sich in solchen Sendungen in Szene setzt und sollte es wirklich soweit kommen, dass sie an der vierten Staffel teilnimmt, ist sie auch ein heißer Anwärter auf die Krone der Dschungel-Queen - ihr scheint für die Publicity einfach nichts zu eklig zu sein.
Das wirklich eklige an diesen Sendungen sind dabei allerdings nicht die Krabbelkäfer, die in sämtliche Ritzen kriechen oder wahlweise gegessen werden müssen, sondern das Verheizen der sogenannten Promis, die einfach nicht anders können, als sich zu produzieren.
Am Sonntag (12. Oktober) startete auf RTL eine neue Doko-Soap der Marke Promi-Peinlichkeiten. Stefan Effenberg lässt das TV-Publikum hinter die Kulissen seines “turbulenten” Lebens blicken.
Spätestens, seit Ozzy Osbourne im Jahre 2002 sein Leben auf dem Musiksender MTV öffentlich zur Schau stellte, tun es ihm immer mehr berühmte Menschen und “B-Promis” gleich. So konnten wir Brigitte Nilsen erst kürzlich dabei zusehen, wie sie ihren alternden Körper in einem OP-Marathon passend zu dem einer 30-jährigen “zurechtschnippeln” ließ, wie Gülcan Karahanci den Millionenerben Sebastian Kamps und Sarah Connor und Marc Terenzi heirateten oder Jana Ina und Giovanni ihren Sohn zu Welt brachten.
Da passt doch das Leben eines ehemaligen Fußballprofis perfekt in das Konzept und in die Zielgruppe. Viele haben von Effenberg nur die Trennung von seine ersten Ehe-Frau Martina und die Hochzeit und zwischenzeitliche Trennung von seiner “Jetzt-Wieder-Frau” Claudia, die Ex-Frau seines ehemaligen Fußballkollegen Strunz, in Erinnerung. Aber auch die legendäre “Stinkefinger-Affaire” hängt ihm immer noch nach. weiterlesen »
Wie letzte Woche bekannt wurde, muss die RTL-Casting-Show “Deutschland sucht den Superstar” nun jede Folge vor der Ausstrahlung der FSK (Freiwillige Selbstkontrolle) zur Prüfung vorlegen.
Damit reagiert der Sender wohl auf die massive Kritik gegen die Show und besonders gegen die “beleidigenden Äußerungen und dem antisozialen Verhalten“. Bei jeder Staffel gab es ja schon Diskussionen um die große Klappe der Jury, allen voran Dieter Bohlen. Sagt er für die einen einfach, was er denkt, so lässt er für die anderen manchmal schon ziemliche Hammer los.
In einigen Folgen konnte man die Leute richtig leiden sehen aufgrund der unsensiblen und teils echt kranken Aussagen des Möchtegern-Musikgenies. Da platzen gerade Träume von Menschen, die eh nur zu vermarktungstechnischen Gründen missbraucht werden und dann kommt da noch so nen Fatzke und hackt auf sie ein. Zudem kommt natürlich noch die nervliche Anspannung und die neue Situation hinzu. Da würden wahrscheinlich viele von uns auch einen Heulkrampf kriegen.
Okay, selber Schuld, könnte man da sagen… Aber muss denn alles auf dem Niveau der Zeitung mit den großen vier Buchstaben sein? Okay, Bohlen lebt zum großen Teil von BILD und umgekehrt.
In einer Folge erlitt ein Kandidat jedenfalls wegen dieser Psychospielchen einen Nervenzusammenbruch. Daher wurde RTL zu einem Bußgeld über 100.000 Euro verurteilt. Sie legten natürlich gleich Widerspruch ein, aber der wurde nun bei vier Folgen zurückgezogen. Lediglich über eine Folge wird noch gerichtlich gestritten.
Nun werden die Sendungen von DSDS also kontrolliert… Nun gut, aber löst man das Problem des puren Bloß-Stellens und Zur-Schau-Stellens von Menschen wirklich?
Heute Abend kehrt eine der beliebtesten Fernsehserien überhaupt in die deutschen Wohnzimmer zurück, die Mutter aller modernen Quizshows, “Wer wird Millionär?”.
Zu Beginn der inzwischen bereits neunten Staffel startet RTL mit einer Doppelfolge ab 20:15 Uhr durch. Seit fast zehn Jahren (Start der Sendung 1999) stellt nun Moderator Günther Jauch einem aus zehn Kandidaten knifflige, verzwickte und manchmal auch einfache Fragen. weiterlesen »
Ich hatte schon bei der letzten Staffel, naja, eigentlich schon bei der ersten, gehofft, dass sich niemand für die RTL-Hirnwichse “Ich bin ein Star - Holt mich hieraus!” interessiert und der Mist schnell wieder verschwindet. Aber weit gefehlt…
Hätte man sich ja eigentich denken können, denn auch schlechte Teenie-Horror-Filme haben dutzende von noch schlechteren Fortsetzungen. Im Frühjahr 2009 soll nun die mittlerweile vierte Staffel der Drecksause gesendet werden. Toll! Und die Spannung steigt ins unermessliche… Welche Z-Promis, die man schon längst aus seiner kleinen Welt wieder verdrängt hat, werden sich nun wieder in die Öffentlichkeit robben und kauen? Ich bin mir sicher, es werden Geschöpfe aus der Versenkung gekrochen kommen, die ihr Anlitz vor der Welt zurecht verborgen haben? weiterlesen »
Mal wieder kommt eine Comedyserie, die in den USA ziemlich erfolgreich gelaufen ist, bei uns nicht so richtig gut an. Doch vielleicht liegt es auch am wirklich bescheuerten Sendeplatz oder der wenigen Vorschauen für “My Name is Earl”…
Denn der Sender RTL zeigte die Serie zu einer denkbar ungünstigen Zeit ein neues Format im deutschen Fernsehen zu etablieren: Freitag nachts um 23:30 Uhr. Und dann wundern sie sich noch, warum die Einschaltquoten unterirdisch sind?!
Am 18. Juli startete “My Name is Earl” bereits mit einem Marktanteil von nur 11,2% bei der Zielgruppe zwischen 14 und 49 Jahren. Und so ging es anscheinend weiter, letzten Freitag lagen die Werte sogar nur bei 9,1 Prozent. Für RTL zu wenig. Nun wollen sie ab Anfang September “Alles Atze” am Sendeplatz von “My Name is Earl” wiederholen. Doch der war eigentlich auch beinahe wegen einem Quotentief abgesetzt worden. Ob das besser ist, wage ich ja zu bezweifeln… weiterlesen »
Bruce Darnell setzt sein Senderhopping fort. Bekannt wurde er durch GNTM und dort schon fast zum Kult. “Drama, Baby!” Zu Gunsten seiner eigenen Styling-Show in der ARD hörte er bei den Topfmodels auf, doch die Sendung wurde wegen schlechter Quoten ziemlich schnell eingestampft.
Nun, wird Darnell (der bereits 51 Jahre alt ist - hätte ich nicht gedacht) ab Herbst neben Dieter Bohlen bei RTL in der Jury zu “Das Supertalent 2008” sitzen. Bohlen wollte ihn aufgrund seines “Unterhaltungswertes” bereits letztes Jahr, doch aus terminlichen Gründen wurde daraus nix. Nun ist Bruce ja bekanntlich frei und wird also zusammen mit Bohlen und der holländischen Fußballergattin Sylvie van der Vaart DEN neuesten Unterhalstungsstar am Showhimmel finden. weiterlesen »