Ermittlerromane aus skandinavischen Ländern haben weiterhin Hochkonjunktur. Nach Henning Mankell ist Hakan Nesser der bekannteste Krimiautor Schwedens. Den ersten Fall seines Ermittlers Inspektor Barbarotti hat DasErste jetzt in Eigenregie verfilmt. Ausgestrahlt wird „Mensch ohne Hund“ am 10. Juni um 20.15 Uhr.
Mardaam ist in keinem Atlas zu finden. Für die Leser des ehemaligen Gymnasiallehrers Hakan Nesser dient die fiktive Hauptstadt jedoch als unverzichtbare Kulisse des erfolgreichen „Van Veeteren“-Krimizyklus. Im Fernsehen bekam die Stadt sogar ein Gesicht, und das sah ziemlich holländisch aus. 2007 zeigte die ARD alle Folgen der vom schwedischen Sender SVT produzierten Filmversionen der Reihe. Jetzt hat sich dasErste selber an die Verfilmung eines Nesser-Stoffs gemacht.
Kitsch, Kruzifixe und Transvestiten – bei Pedro Almodóvar geht es nicht gerade subtil zu, denn Spaniens populärster Filmemacher ist vor allem für Schrilles bekannt. Dass er heute längst einen Gang zurückgeschaltet hat, übersieht man dabei schon mal. Eine Reihe mit 8 Filmen des Meisters, die ab dem 16. Juni in der ARD zu sehen sind, erlaubt einen bunten Überblick.
Zur Ferien- und WM-Zeit hat es das Fernsehen bekanntlich nicht leicht, seine Zuschauer vor den Bildschirm zu locken. Und da so ziemlich alle hauseigenen Moderatoren in Urlaub sind, ist mit eigenproduzierten Shows auch nicht viel zu gewinnen. Die ARD setzt deshalb verstärkt auf Spielfilme und bietet ein Alternativprogramm. Neben dem üblichen „Sommerkino“ gibt es dieses Jahr u.a. jeweils Mittwochs eine Reihe mit Filmen des spanischen Kultregisseurs Pedro Almodóvar zu sehen - doch wer soll da nach Mitternacht noch einschalten?
Auch dieses Jahr nutzt die ARD ihr Label „Sommerkino“ wieder, um Daheimgebliebene zur Urlaubszeit mit ein paar TV-Premieren und hochkarätigen Wiederholungen vor den Bildschirm zu locken. Vom 27. Mai bis zum 2. September stehen am Donnerstag im Ersten also Spielfilme auf dem Programm.
Wo sonst die „Harald-Schmidt-Show“ ihren mehr oder weniger angestammten Sendeplatz hat (nämlich nach den Tagesthemen), setzt die ARD während der Urlaubsmonate auf eine Mischkalkulation aus Spielfilmen, die z.T. erstmals im Free-TV oder gar überhaupt erstmals im deutschen Fernsehen gezeigt werden. Unter dem Titel „Sommerkino“ hat dieser Ansatz mittlerweile bereits Tradition.
Wenn eine TV-Serie ihre Premiere auf der Berlinale erlebt, ist das schon ziemlich ungewöhnlich. Dominik Grafs 10-teilige, insgesamt 500-minütige Produktion „Im Angesicht des Verbrechens“ sprengt so manche Grenze, die das deutsche Fernsehgeschehen kennt. Zunächst gibt es die außergewöhnliche Geschichte um Russenmafia, Prostitution und Menschenhandel ab dem 27. April auf Arte zu sehen, danach im Herbst in der ARD.
Wie bieder sich die hiesige Serienlandschaft im Allgemeinen gibt, beweist vor allem der Vergleich zu den immer aufwendigerer produzierten und inhaltlich risikofreudigen Beispielen aus den USA. Ein Experiment wie die Echtzeitserie „24“? In Deutschland undenkbar. Und was die eher kontroversen Themen angeht, belegte gerade „Die Grenze“, was für ein Ausmaß an Klischees hierzulande offenbar bedient werden muss, um kritisch in die Zukunft zu blicken. Für eine echte Ausnahmeerscheinung sorgt nun der Filmemacher Dominik Graf.
Vorschußlorbeeren gibt es vor allem für die Hauptdarstellerin. Die ehemalige Viva-Moderatorin Jessica Schwarz verkörpert in einer SWR-Produktion Romy Schneider. Was von ihrer Darstellung tatsächlich zu halten ist, und ob der Film seinem Thema gerecht wird, davon kann man sich im ARD-Programm am 11. November selbst ein Bild machen.
Fast zeitgleich gingen die Ankündigungen zweier Filmbiografien über eine der ungewöhnlichsten europäischen Schauspielerinnen der 60er und 70er Jahre durch die Presse. In einer französischen Kinoproduktion sollte Yvonne Catterfeld die Hauptrolle spielen, und nicht wenige runzelten darüber die Stirn. Von „GZSZ“ und Bohlen-Charthits zu „Romy“ erschien doch als ziemlich gewagter Schritt, zumal Catterfeld den Beweis ihres schauspielerischen Könnens bisher eher schuldig geblieben war (woran sich auch trotz TV-Großevents wie „Vulkan“ oder dem SAT1-Krimi „Schatten der Gerechtigkeit“ bis heute nichts geändert hat).
Er habe „den Wunsch, wieder Blut zu trinken“, ließ Harald Schmidt im Rahmen einer Pressekonferenz vollmundig verlautbaren. Die offizielle Vorstellung seiner neuen Late-Night-Show in der ARD war auch sonst nicht arm an Versprechungen. Mit einem „Schwerpunkt auf Politik und Kultur“ kehre der Entertainer auf den Bildschirm zurück. Was dran ist, wird sich ab dem 17. September zeigen. Dann geht Schmidts neues Format erstmals on Air.

Seiner Doppel-Conference mit Comedian Oliver Pocher weint niemand wirklich eine Träne nach. Von einigen hausgemachten Skandalen mit Bürgerschreck-Niveau abgesehen, langweilte sich das heterogene Duett von Woche zu Woche durch jede Menge belanglose Gags und verpatzte Einsätze. Deutlich wurde vor allem: Schmidt kann zwar nicht ohne Sidekick, ein Partner auf Augenhöhe bremst ihn aber eher aus.
Es geht also. Zum ersten Mal arbeiten ein Privatsender und eine öffentlich-rechtliche Sendeanstalt an einem gemeinsamen TV-Projekt: Stefan Raab sucht demnächst in Kooperation mit der ARD den deutschen Teilnehmer für den Eurovision Song Contest 2010. Damit kommt nun doch zusammen, was zusammen gehört.
Ende Mai hatte Raab dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ noch mitgeteilt, dass aufgrund allzu komplizierter Entscheidungswege beim NDR kein gemeinsames Konzept für den Vorentscheid des immer noch wichtigsten Musikwettbewerbes der Welt zustande käme. Sein Team hatte den öffentlich-rechtlichen Gremien auf Anfrage ein Modell vorgeschlagen, doch „die Entscheidungswege in der ARD sind … derart kompliziert, dass sie mit unserer Arbeitsweise nicht vereinbar“ seien, so der Entertainer damals.
Seit gestern läuft in der ARD jeden Montag zur Prime-Time die neue Serie „Geld.Macht.Liebe“. Nach der recht erfolgreichen Ausstrahlung des Pilotfilms, dem zunächst 19 Episoden folgen sollen, bleibt natürlich abzuwarten, ob das Publikum der neuen Weekly Soap treu bleiben wird.
Wer die erste Sendung verpasst hat, kann sich diese noch die nächsten Tage in der ARD-Mediathek anschauen, genau wie die kommenden Sendungen, die jeweils eine Woche auf der ARD-Homepage zur Verfügung stehen werden für alle, die mal eine Folge verpassen.
Das neue Format dreht sich um die Banker-Familie von Rheinberg, die auf einem herrschaftlichen Landsitz bei Frankfurt wohnt. Während Familienoberhaupt Markus die Zügel eisern und skrupellos in Händen hält, bahnen sich schon die ersten Intrigen an, bei denen weiterlesen »
Hauptsache, das Kind hat einen Namen. Für die Wiederholung von Hollywood-Blockbustern und die Ausstrahlung einiger Free-TV-Premieren am Donnerstagabend hat die ARD das Label „Sommerkino“ erfunden. Den Anfang macht am 4. Juni um 23.02 Uhr Steven Spielbergs „Krieg der Welten“ mit Tom Cruise. In den darauffolgenden Wochen lockt das Erste mit so illustren Namen wie Penélope Cruz, Brad Pitt, Cate Blanchett, Jennifer Lopez und Daniel Craig.

Bis dato kannte man Außerirdische bei Steven Spielberg eigentlich nur friedliebend. Das änderte sich 2005 schlagartig mit seiner Verfilmung des Science-Fiction-Klassikers von H.G. Wells. 1938 hatte Orson Welles mit seiner Hörspielfassung des Romans für einige Panik gesorgt. Seine Version in Form einer fiktiven Reportage war derart realistisch ausgefallen, dass so mancher, der sein Radio mittendrin eingeschaltet hatte, tatsächlich an eine echte Alien-Invasion glaubte.
Eine Kooperation zwischen Pro7-Alleskönner Stefan Raab und dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk wird es nicht geben. Die ARD hatte Interesse an einer Zusammenarbeit bekundet, um beim nächsten Eurovision Song Contest besser dazustehen als in den vergangenen Jahren. Doch Raab, der zuvor bereits dreimal erfolgreich am größten Musikwettbewerb der Welt teilgenommen hatte, sagte dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ nun, dass die Sache für ihn nicht in Frage käme.

Als ob das Armutszeugnis für den NDR nicht schon groß genug gewesen wäre: Mit einer gewissen Großspurigkeit hatte man dem gebührenzahlenden Zuschauer im vergangenen Jahr einfach mal die Bewertungskompetenz für den deutschen Beitrag beim Eurovision Song Contest abgesprochen und lieber selber entschieden. Das Ergebnis: Ein wenig rühmliche Platz 20 für „Miss Kiss Kiss Bang“ von Erfolgsproduzent Alex Christensen.