Der Flimmerkasten

Von Klassikern bis zum aktuellen TV-Programm
 


Vorschußlorbeeren gibt es vor allem für die Hauptdarstellerin. Die ehemalige Viva-Moderatorin Jessica Schwarz verkörpert in einer SWR-Produktion Romy Schneider. Was von ihrer Darstellung tatsächlich zu halten ist, und ob der Film seinem Thema gerecht wird, davon kann man sich im ARD-Programm am 11. November selbst ein Bild machen.

Fast zeitgleich gingen die Ankündigungen zweier Filmbiografien über eine der ungewöhnlichsten europäischen Schauspielerinnen der 60er und 70er Jahre durch die Presse. In einer französischen Kinoproduktion sollte Yvonne Catterfeld die Hauptrolle spielen, und nicht wenige runzelten darüber die Stirn. Von „GZSZ“ und Bohlen-Charthits zu „Romy“ erschien doch als ziemlich gewagter Schritt, zumal Catterfeld den Beweis ihres schauspielerischen Könnens bisher eher schuldig geblieben war (woran sich auch trotz TV-Großevents wie „Vulkan“ oder dem SAT1-Krimi „Schatten der Gerechtigkeit“ bis heute nichts geändert hat).

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Er habe „den Wunsch, wieder Blut zu trinken“, ließ Harald Schmidt im Rahmen einer Pressekonferenz vollmundig verlautbaren. Die offizielle Vorstellung seiner neuen Late-Night-Show in der ARD war auch sonst nicht arm an Versprechungen. Mit einem „Schwerpunkt auf Politik und Kultur“ kehre der Entertainer auf den Bildschirm zurück. Was dran ist, wird sich ab dem 17. September zeigen. Dann geht Schmidts neues Format erstmals on Air.

Seiner Doppel-Conference mit Comedian Oliver Pocher weint niemand wirklich eine Träne nach. Von einigen hausgemachten Skandalen mit Bürgerschreck-Niveau abgesehen, langweilte sich das heterogene Duett von Woche zu Woche durch jede Menge belanglose Gags und verpatzte Einsätze. Deutlich wurde vor allem: Schmidt kann zwar nicht ohne Sidekick, ein Partner auf Augenhöhe bremst ihn aber eher aus.

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Es geht also. Zum ersten Mal arbeiten ein Privatsender und eine öffentlich-rechtliche Sendeanstalt an einem gemeinsamen TV-Projekt: Stefan Raab sucht demnächst in Kooperation mit der ARD den deutschen Teilnehmer für den Eurovision Song Contest 2010. Damit kommt nun doch zusammen, was zusammen gehört.

Ende Mai hatte Raab dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ noch mitgeteilt, dass aufgrund allzu komplizierter Entscheidungswege beim NDR kein gemeinsames Konzept für den Vorentscheid des immer noch wichtigsten Musikwettbewerbes der Welt zustande käme. Sein Team hatte den öffentlich-rechtlichen Gremien auf Anfrage ein Modell vorgeschlagen, doch „die Entscheidungswege in der ARD sind … derart kompliziert, dass sie mit unserer Arbeitsweise nicht vereinbar“ seien, so der Entertainer damals.

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Seit gestern läuft in der ARD jeden Montag zur Prime-Time die neue Serie „Geld.Macht.Liebe“. Nach der recht erfolgreichen Ausstrahlung des Pilotfilms, dem zunächst 19 Episoden folgen sollen, bleibt natürlich abzuwarten, ob das Publikum der neuen Weekly Soap treu bleiben wird.

Wer die erste Sendung verpasst hat, kann sich diese noch die nächsten Tage in der ARD-Mediathek anschauen, genau wie die kommenden Sendungen, die jeweils eine Woche auf der ARD-Homepage zur Verfügung stehen werden für alle, die mal eine Folge verpassen.

Das neue Format dreht sich um die Banker-Familie von Rheinberg, die auf einem herrschaftlichen Landsitz bei Frankfurt wohnt. Während Familienoberhaupt Markus die Zügel eisern und skrupellos in Händen hält, bahnen sich schon die ersten Intrigen an, bei denen weiterlesen »


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Hauptsache, das Kind hat einen Namen. Für die Wiederholung von Hollywood-Blockbustern und die Ausstrahlung einiger Free-TV-Premieren am Donnerstagabend hat die ARD das Label „Sommerkino“ erfunden. Den Anfang macht am 4. Juni um 23.02 Uhr Steven Spielbergs „Krieg der Welten“ mit Tom Cruise. In den darauffolgenden Wochen lockt das Erste mit so illustren Namen wie Penélope Cruz, Brad Pitt, Cate Blanchett, Jennifer Lopez und Daniel Craig.

Bis dato kannte man Außerirdische bei Steven Spielberg eigentlich nur friedliebend. Das änderte sich 2005 schlagartig mit seiner Verfilmung des Science-Fiction-Klassikers von H.G. Wells. 1938 hatte Orson Welles mit seiner Hörspielfassung des Romans für einige Panik gesorgt. Seine Version in Form einer fiktiven Reportage war derart realistisch ausgefallen, dass so mancher, der sein Radio mittendrin eingeschaltet hatte, tatsächlich an eine echte Alien-Invasion glaubte.

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Eine Kooperation zwischen Pro7-Alleskönner Stefan Raab und dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk wird es nicht geben. Die ARD hatte Interesse an einer Zusammenarbeit bekundet, um beim nächsten Eurovision Song Contest besser dazustehen als in den vergangenen Jahren. Doch Raab, der zuvor bereits dreimal erfolgreich am größten Musikwettbewerb der Welt teilgenommen hatte, sagte dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ nun, dass die Sache für ihn nicht in Frage käme.

Als ob das Armutszeugnis für den NDR nicht schon groß genug gewesen wäre: Mit einer gewissen Großspurigkeit hatte man dem gebührenzahlenden Zuschauer im vergangenen Jahr einfach mal die Bewertungskompetenz für den deutschen Beitrag beim Eurovision Song Contest abgesprochen und lieber selber entschieden. Das Ergebnis: Ein wenig rühmliche Platz 20 für „Miss Kiss Kiss Bang“ von Erfolgsproduzent Alex Christensen.

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Eurovision Song Contest 2009

Autor: Thomas
abgelegt in: Allgemein, Shows

In Deutschland nimmt man die Sache aufgrund ausbleibender Erfolge schon lange nicht mehr sonderlich ernst. Dabei ist der Eurovision Song Contest immer noch der wichtigste Musikwettbewerb der Welt. 42 Teilnehmernationen, über 50 Übertragungsländer und prognostizierte 100 Millionen Zuschauer sprechen eine deutliche Sprache. Ausrichter der diesjährigen 54. Ausgabe der Veranstaltung am 16. Mai ist Russland.

Ministerpräsident Wladimir Putin hatte der Moskauer Olympia-Halle am Probenwochenende höchstpersönlich einen Besuch abgestattet. Für den Regierungschef ist der traditionsreiche Song Contest ein wichtiges Politikum. Mit über 2000 Journalisten, die aus der russischen Hauptstadt über die Veranstaltung berichten, ist die Gelegenheit ideal, das eigene Image ein bisschen aufzupolieren. Dass die Regierung hier genau hinsieht, muss also nicht wenig wundern.

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Die globale Krise hat auch die heimische Telenovela eingeholt. Statt Adelshäuser und schicke Gestüte zeigt die neue ARD-Vorabendserie vier Arbeiterinnen und ihren Kampf um den Erhalt ihres Arbeitsplatzes. Ab dem 20. April läuft die auf 200 Folgen angelegte Produktion jeweils Montags bis Freitags um 18.50 Uhr.

Eine für alle - Frauen können´s besser (Bild: ARD/Markus Benk)

Eine Schweißerin als Serienheldin? Ungewohnt, aber vielleicht gerade deshalb zeitgemäß. Dabei hatte die ARD ihre neue Vorabendserie schon eine Weile vor dem weltweiten Bankencrash in Arbeit. Auch sonst hält sich der Realismus selbstverständlich in Grenzen, denn „Eine für alle“ ist immer noch leichte Unterhaltung.

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Einstellung von Schmidt und Pocher

Autor: Moritz
abgelegt in: News, Shows

Für das Duo Harald Schmidt und Oliver Pocher kommt im Frühjahr nach knappen eineinhalb Jahren das schnelle Aus. Manchen kommt es nicht schnell genug, denn das Team war nicht unumstritten.

Man hatte schon seit einiger Zeit den Eindruck, dass Harald Schmidt mit Oliver Pocher von der ARD ein Adjutant zur Seite gestellt wurde, der in erster Linie nicht Schmidts eher intellektuellen Humor konterkarieren, sondern vor allem mit zotigen Brachialnummern einfach eine im schwinden begriffene Show für ein anderes Zielpublikum öffnen sollte.

Dieser Plan schien auch aufzugehen, verzeichnete doch die Late-Night-Show “Schmitdt & Pocher” deutlich höhere Einschaltquoten als es der Vorgänger vermochte, doch so richtig schien das Gespann nicht auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Schmidt wirkte manchmal etwas lustlos und wenn die Scherze Pochers nicht vorab produziert waren, sondern vor dem Studiopublikum live ausgetragen wurden, gingen sie häufig ins Leere. Wirklich gelungene Schlagabtausche der beiden Co-Moderatoren waren leider auch selten zu verbuchen.

Im April 2008 wirkte Schmidt dann ernsthaft verärgert über Pochers Verhalten einer norwegischen Sängerin gegenüber, bezeichnete es als “uncharmant” und “uncool”, so dass der Zuschauer geneigt war zu glauben, dass die beiden jeweils alleine wohl besser waren.

Ein Jahr später, im April 2009, soll nun das gemeinsame Projekt auslaufen und die beiden Entertainer sollen wieder alleine weitermachen. Fans von Harald Schmidt können sich also darauf freuen, dass dessen bissiger Humor im nächsten Jahr, wenn die Wahl ansteht, wieder zur vollen Geltung kommt. Und die Freunde von Oliver Pocher werden ebenfalls auf ihre Kosten kommen, denn in anderen Showkonzepten hat er ja bereits bewiesen, dass er witzig sein kann.


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Normalerweise beginnt der Grand Prix Hype bei uns in Deutschland ja bereits eine Weile vor dem eigentlichen Termin des Eurovision Song Contest. Doch für das Jahr 2009 sieht es für treue Fans wohl erst mal schlecht aus.

Der NDR hat diese Tage beschlossen, den Vorentscheid für Deutschland zu canceln und stattdessen gleich einen vorher ausgewählten Kandidaten ins Finale zu schicken. So verzichtet der Sender erstmals seit langer Zeit auf die Entscheidung der deutschen Zuschauer. Konnten diese sonst ihren Favoriten durch einen einfachen Telefonanruf unterstützen, sucht sich nun eine Fachjury, die leider noch nicht feststeht, aus eingesandten Bewerbungen einen passenden deutschen Vertreter für den Song Contest, der diesmal in Moskau stattfindet.

Logo Eurovision Song Contest 2009

Bewerben können sich noch bis zum 22. Januar Komponisten, Sänger und Autoren. Bedingungen sind, dass sie Erfolge vorweisen können, der Titel geeignet für den Grand Prix und v.a. selbst komponiert ist, und nicht vor dem 1. Oktober 2008 veröffentlicht wurden.

Mit diesem Prozedere wollen die Verantwortlichen wohl dieses Mal verhindern, dass die bösen, bösen Zuschauer sich wieder für eine so herbe Enttäuschung wie die No Angels oder Gracia entscheiden. Oder womöglich wieder ein Spaßtitel à la Stefan Raab oder Guildo Horn zum Ausscheid fährt…

Offiziell heißt es von Seiten des ARD Koordinators Unterhaltung, Thomas Schreiber: “Für 2009 nehmen wir uns ganz bewusst eine Auszeit vom bislang üblichen Verfahren des deutschen Vorentscheids. Wir erhoffen uns eine höhere Teilnahmebereitschaft von international erfolgreichen Künstlern, da wir ihnen den direkten Weg ins Finale in Aussicht stellen.”

Naja, mal sehen, ob die Jury eine bessere Entscheidung treffen kann, als die Zuschauer…  ;-)


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