Um mitlitärische Abenteuer geht es hier nicht, aber wie sagt man so schön ‚Im Krieg und in der Liebe ist alles erlaubt‘. Um Letzteres handelt es sich hier in verschiedenen Beziehungsstadien.

Die frisch verlobten Adam und Jennifer ziehen in ein neues Apartment und lernen gleich ihre Nachbarn die seit langem verheirateten Jeff und Audrey kennen. Adam’s Singlefreund Russell (David Spade) ist von diesem ganzen Beziehungsschmarrn gar nicht begeistert.
Wäre der Singlefreund nicht, könnte man fast vermuten, man hätte es mit „Ehe ist…“ zu tun, das nicht ganz perfekte verheiratete Paar, die naiven frisch Verliebten und allerlei Missverständnisse.
Schade, dass die Rollen so in Stein gemeißelt sind, dass man sich ein wenig in die Vergangenheit zurück versetzt fühlt.
Wenn die ersten paar Sätze zwischen Audrey und Jennifer das Auswählen von Schuhen betreffen und Adam und Jeff sich daraufhin über Baseball unterhalten, kann man fast meinen, Serien a la „Roseanne“ oder „Keine Gnade für Dad“ hätte es nie gegeben und Geschlechterrollen wären seit den 50ern keinen Schritt weiter gekommen, aber als Füllerserie für die Sommerpause von „Two and a half men“ hatte „Rules of Engagement“ vielleicht auch keinen größeren Nutzen zu erfüllen, als das Sommerloch zu füllen und das Warten auf Charlie Sheen leichter zu machen.
Dennoch, seit „Friends“ und „Coupling“ sollte man sich schon etwas mehr einfallen lassen, als einen Haufen an Klischees zusammen zu werfen und zu hoffen, dass das Publikum gerade nichts besseres zu tun hat.
Es gibt sicherlich schlechtere Serien, aber auch eindeutig bessere, daher sollte Kabel 1 ab dem 12.11. jeden Donnerstag um 20:15 nur für diejenigen eine Option sein, die weder „Popstars“ auf Pro 7 noch US-Action-Serien auf RTL spannend finden.

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