Der Rache-Thriller ist ursprünglich eher ein asiatisches Genre, auch wenn Selbstjustiz im amerikanischen Kino von jeher eine Rolle gespielt hat. In der TV-Landschaft tauchte das Motiv bislang eher am Rande auf. Jetzt dreht sich eine neue Serie mit dem bezeichnenden Titel „Revenge“ gänzlich um das Thema Payback.

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Die Grundidee klingt wie das übliche Rahmen-Geheimnis einer Staffel von „Desperate Housewives“: Eine junge Frau ist der Neuzugang einer wohlhabenden Kleinstadt auf Long Island. Sie scheint sich gut mit allen zu verstehen und findet offenbar auch problemlos Anschluss. Doch etwas an ihr ist seltsam. Warum lebt sie allein? Und wo kommt sie her?

Emily Thorne ist in Wahrheit nicht zum ersten Mal in der Stadt. Tatsächlich ist sie in ihre alte Nachbarschaft zurückgekehrt, um für etwas Rache zu nehmen, das ihr vor langer Zeit widerfahren ist und ihre Familie zerstört hat. Was das gewesen sein mag, und wie sich Emily rächen will und an wem, das ist der rote Faden, der sich durch die Serie zieht.

„Revenge“ lebt im Grundsatz von einem typischen Mystery-Konzept, das den Zuschauer damit am Ball hält, dass Dinge lange Zeit im Dunkeln bleiben. Für eine Serie ist das ideal, denn so ist anhaltende Aufmerksamkeit gesichert. Im großen Stil war einst „Twin Peaks“ auf dieser Schiene gefahren und hatte eine Weile lang immense Quoten generiert. Die Erben sind heute Produktionen wie „Lost“ oder demnächst „The River“.

Ob sich die Idee von „Revenge“ längerfristig durchsetzen kann, entscheidet sich im Herbst zunächst in den USA. Dass allerdings mit Phillip Noyce („Salt“) ein Regisseur der A-Kategorie für den Piloten verpflichtet wurde, spricht dafür, dass man einiges an Hoffnungen in das Projekt setzt.

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