Die US-Serie beschreibt die erste Tour der Soldaten der dritten Infanterie im Irak und behandelt nicht nur den Effekt, den der Krieg auf die Soldaten hat, sondern auch auf die Familien, die zuhause in Amerika um ihre Söhne, Töchter, Geschwister und Partner bangen müssen.

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Steven Bocho, der bereits mit Serien wie NYPD Blue oder auch L.A. Law bewiesen hat, dass er Hitmaterial produzieren kann, wagte sich mit „Over There“ an ein äußerst heikles Thema, weshalb jegliche Position zum Irakkrieg, die die Serienmacher einnehmen könnten, unauffindbar in der Serie ist. Wer Für- oder Widerworte zum Krieg erwartet, wird also enttäuscht werden, es geht nicht um das Warum oder Wie des Krieges, sondern um die Individuen, die von ihm beeinflusst werden.
Kontroversen hat sich die Serie auch wegen ihrer hohen Gewalt on Screen eingehandelt, wobei es wahrscheinlich fragwürdiger wäre, die Gewalt außen vor zu lassen, nur um den Beschwerden von Hausfrauen und Müttern zu entgehen.

“Over There” scheint genau deshalb zu verwirren, genau dort wo Blut und Waffenfeuer in rauen Mengen über den Bildschirm verteilt wird, wäre vielleicht eine Meinung zum Krieg der eine Schritt gewesen, der die Serie von einem normalen Drama zu einem echten Wagnis im TV-Geschehen getragen hätte.
Nichtsdestotrotz ist “Over There” eine ambitionierte und gut gelungene Serie, die in Anbetracht der Tatsache, dass der Krieg immer noch statt findet, zumindest für die amerikanische Fernsehgeschichte eine Premiere ist und das Einschalten lohnend macht.
Die Serie, die 2007 auf TV Premiere ausgestrahlt wurde, kann man sich als DVD in Originalsprache besorgen und darauf hoffen, dass sowohl DVD Veröffentlichung, als auch TV Ausstrahlung im Free TV nicht lange auf sich warten lassen.

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