Vier Jahrzehnte nach den Ereignissen, die weltweit für Entsetzen sorgten, zeigt das ZDF am 19. März eine Aufarbeitung in Form eines aufwendig gemachten TV-Films. Es ist zugleich die erste fiktionale Fernsehproduktion, die das Drama der Olympischen Spiele 1972 aus deutscher Sicht betrachtet.

Bereits 2005 hatte sich Steven Spielberg in „Munich“ des Themas angenommen, dabei aber vor allem die Nachwirkungen jenes schicksalhaften 5. Septembers in den Fokus genommen und eine düstere Rachegeschichte inszeniert. „München´72“ hingegen konzentriert sich ganz auf die Ereignisse vor Ort.

Es hatte ein friedlicher Wettkampf werden sollen, doch als palästinensische Terroristen in das Olympische Dorf eindrangen und das israelische Team in Gefangenschaft nahmen, war davon nichts mehr übrig. Das Ziel: die Freilassung von 200 Kampfgenossen. Trotz aller Verhandlungen und einem gescheiterten Befreiungsversuch blieb am Ende nur eine Tragödie übrig. Im Anschluss wurde die GSG9 gegründet.

Der mit Heino Ferch und Benjamin Sadler prominent besetzte Film stammt – wie so oft bei Stoffen dieser Art – aus dem Hause Teamworx. Die allgegenwärtige Produktionsfirma von Nico Hofmann war im vergangenen Jahr unter anderem bereits für das RTL-Eventmovie „Hindenburg“ und den ganze sieben Millionen teuren ZDF-Zweiteiler „Das Geheimnis der Wale“ verantwortlich.

Schon wenige Tage nach der TV-Ausstrahlung erscheint der Film am 23. März bereits bei Universum Film auf DVD.

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