Mitsubishi Electric wird noch in diesem Monat das weltweit erste großformatige OLED-Display liefern. Die Japaner beabsichtigen, ab 21. September den Diamond Vision OLED in unterschiedlichen Modellen ab 100 Zoll aufwärts in den Fachhandel zu bringen. Für den normalen Fernsehkunden ist das eher nur als Randnotiz zu werten, da sich der Einsatz der Bildschirme zunächst auf Werbe- und Informationsflächen im Bereich der digitalen Beschilderung beschränkt. Der als Indoor-Monitor konzipierte Diamond Vision OLED soll in beiden Richtungen Blickwinkel von bis zu 80 Grad und einen Helligkeitswert von 1.200 ANSI-Lumen aufweisen. Unklar bleibt das Kontrastverhältnis. Es soll jedoch laut Mitsubishi in etwa den doppelten Wert von den auf dem Markt befindlichen LED-Erzeugnissen erreichen. Folgerichtig legen die Japaner den Einsatz auf lichtdurchfluteten Bahnhöfen oder Flughäfen nahe.

Der OLED-Bildschirm, bestehend aus Standardmodulen und den Maßen 384 mal 384 Millimetern, besticht durch seine Flexibilität, die ihn nahezu beliebig anpassbar und skalierbar machen. Das drückt sich unter anderem darin aus, dass seine 99 Millimeter Tiefe quasi „verbogen“ werden können und sich daher auch zur Montage auf unebenen Flächen eignet. Das Gemeinschafts-produkt von Mitsubishi Electric und der Tohoku Pioneer Corporation bietet eine Lichterzeugung via Elektrolumineszens, bei der jeder Bildpunkt aus Kathode und Anode besteht, getrennt durch eine dünne organische Membran.

Der Markt für die neue Technik ist weltweit vorhanden, da bereits herkömmliche Digital-Signage-Systeme in Einkaufszentren und öffentlichen Einrichtungen, wie beispielsweise Passagierterminals, zu finden sind. Da bisher bei der Anbringung häufig Kompromisse aufgrund räumlicher als auch physikalischer Gegebenheiten gemacht werden mussten, könnten sich die neuen flexiblen und ausbaufähigen Displays als ein weiterer technischer Meilenstein heraus kristallisieren.

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