Bei Vox‘ am 17. August startender Doku-Serie „Mehr geht nicht!“ begleitet die Zuschauerin insgesamt sechs Großfamilien durch den Alltag. Das Besondere dabei: alle porträtierten Familien haben durch Mehrlingsgeburten schlagartig an personeller Stärke gewonnen.

Zwei Wochen lang ist man jeweils Montags bis Freitags um 18 Uhr bei einer Familie mit Fünflingen, zwei Familien mit Vierlingen und drei mit Drillingen dabei und kann dabei zusehen, wie die Eltern die Herausforderung meistern und mit welchen Schwierigkeiten sie zu kämpfen haben.

Welche Probleme und logistischen Komplikationen auftreten können, wenn man anstelle nur eines Kindes gleich drei, vier oder sogar fünf zu betreuen hat, konnte man bereits im Fernsehen sehen – so ganz neu ist Vox‘ Konzept nicht. Zugegeben sind v.a. Fünflingsgeburten allerdings nicht gerade alltäglich, ja nicht einmal alljährlich: 2007 gab es in Deutschland nicht eine von diesen seltenen Fällen. Auch Vierlingsgeburten kommen nicht eben häufig vor. Da bietet sich natürlich an, solche Ereignisse medial angemessen auszuschlachten.

„Mehr geht nicht!“lässt das interessierte Publikum daran teil haben, wenn die Fünflingseltern Bekim und Agnesa ihre im Oktober 2006 geborenen Fünflinge, zu denen sich mittlerweile noch eine einzelne Schwester gesellt hat, bei Laune halten, füttern, spazieren fahren oder wickeln. Man kann sich zwar vorstellen, welche Schwierigkeiten entstehen, wenn man mit sechs Kleinkindern unterwegs ist, zumal per Bus und Bahn. Ob man das aber auch zwei Wochen lang und fast jeden Tag sehen will?

Doku-Spezialist Vox scheint zu glauben, dass das der Fall ist. Nun, ja: Babys und Tiere gehen bekanntlich immer, außerdem macht es ja doch auch irgendwie Spaß, sich an den alltäglichen Schwierigkeiten anderer zu ergötzen. Und wenn es schon Millionen von Fußballbundestrainern gibt in Deutschland, warum sollte es dann nicht auch Millionen deutsche Super-Nannys geben, von Vox‘ „Mehr geht nicht!“ wach geküsst?

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