Wenn es um gute Krimis geht, kann man den Öffentlichen einfach nichts vormachen. Und wie können sie diese Tatsache noch besser untermauern, als mit einem neuen Mankell, dem König der Schwedenkrimis?

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Die berühmte Archäologin Louise Cantor nutzt eine Geschäftsreise zurück in ihr Heimatland Schweden, um auch ihren Sohn endlich wieder zu sehen. Doch anstelle der Wiedersehensfreude setzt blankes Entsetzen ein, als sie ihn tot in seiner Wohnung auffindet. Schnell offenbart sich, dass der 25-Jährige fieberhaft nach der Antwort gesucht hat, warum Kennedys Hirn nach seiner Obduktion verschwand. Louise macht sich auf, den Recherchen ihres Sohnes und damit auch seinen Mördern nach zu gehen und die führen sie von Australien nach Afrika.
Die Romanvorlage mit – selten für Mankell – der weiblichen Ermittlerin fand nicht nur Gefallen unter den Fans, sondern wurde teilweise als langatmig und viel zu melancholisch beschrieben, zumal die Story sich nicht selten im Kopf der Protagonistin verliert.
Gerade in der Verfilmung kann die deutsch-schwedische Produktion diesen Makel jedoch ausradieren, besonders da die vielen Ortswechsel Gelegenheit für traumhafte Aufnahmen bieten und Iris Berben in der Hauptrolle sicherlich genügend Gefühl und Intensität in die Rolle der trauernden Mutter legt, um auch den letzten Zweifler zu überzeugen.

Gespielt kann auch das verkopfte Gefühlschaos von Louis nicht zu sehr überhand nehmen, sondern stattdessen in der Mimik der Berben seine Plattform finden.
Dennoch sei gerade den Wallander-Fans geraten, dass es sich hierbei eben nicht um den klassischen Detektivroman von Mankell geht, sondern um eine sozialkritische Geschichte, die vor allem Afrika als Hauptschauplatz umarmt.
Am 3.4.2010 läuft der neue Mankell auf ARD.

Genre: Krimi, Drama

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