Selbst wer mit Jane Austen nicht sonderlich viel anfangen kann, dürfte an diesem lustigen Vierteiler aus England Gefallen finden. Allerdings ist der Reiz umso größer, wenn man vorab zumindest eine der Verfilmungen von „Stolz und Vorurteil“ zur Kenntnis genommen hat. Denn die Hauptfigur von „Lost in Austen“ landet magischerweise direkt mitten im Geschehen des Romans.

Amanda Price hat ihren persönlichen Lieblingsort gefunden, an den sie sich vor dem Alltag immer und immer wieder gerne hin flüchtet: Jane Austens Klassiker „Pride and Prejudice“. So oft hat sie das Buch schon gelesen, dass sie die Worte bereits mitsprechen kann. Dass sie sich allerdings tatsächlich einmal ganz und gar in der Geschichte aus dem England des frühen 19. Jahrhunderts verlieren wird, hätte sie sich wohl nie erträumen lassen.

Durch eine geheime Tür in ihrer Wohnung gelangt sie eines Tages direkt in das Geschehen des Romans und tauscht die Rollen mit Hauptfigur Elizabeth Bennet. Wie auch immer das möglich sein mag, ist egal, denn der Weltenwandel ist schließlich nur die Ausgangsidee für eine amüsante und nett erdachte Fantasy-Komödie, in der Amanda sowohl ihr Wissen um den Verlauf der Ereignisse als auch ihre moderne Sicht der Dinge mitbringt und dabei für einiges an Verwirrung sorgt.

Ausgedacht hat sich die sympathische Geschichte der englische TV-Autor Guy Andrews (u.a. „Ken Follets Roter Adler“). Für den historischen Look griff man einfach auf Kostüme zurück, die zuvor bereits in anderen Verfilmungen von Austen-Vorlagen zum Einsatz gekommen waren. In den Hauptrollen gibt es unter anderem Bond-Girl Gemma Arterton zu sehen.

Der Vierteiler entstand bereits 2008 und war in Deutschland bislang nur auf DVD unter dem Titel „Wenn Jane Austen wüsste“ erhältlich. Arte zeigt die britische Miniserie jetzt an zwei Abenden jeweils in einer Doppelfolge am 19. und 20. Juli jeweils um 20.15 Uhr.

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