Immer mehr entwickelt sich der deutsch-französische Kulturkanal Arte zur Heimat für hochwertige europäische Serien, die auf keinem anderen Sender einen Platz finden. Aktuelles Beispiel ist der britische Fünfteiler „Injustice“, der drei Jahre brauchte, um überhaupt ins deutsche TV zu gelangen. Ab dem 7. Februar ist es nun soweit.

Im Deutschen bekommt die spannende Serie gleich mal den Titelzusatz „Unrecht“ und ein Ausrufungszeichen noch dazu. Hauptfigur ist ein Strafverteidiger, doch im Gegensatz zu den herkömmlichen Gerichtsserien, aber auch verglichen mit eher komödiantisch angelegten Varianten wie „Boston Legal“ beschäftigt sich „Injustice“ mit dem moralischen Dilemma, von dem gewissenhafte Anwälte nicht selten verschont bleiben.

Denn ob der Mandant tatsächlich die Wahrheit sagt, lässt sich nur schwer beurteilen. Staranwalt William Travers hat es da nicht leicht, denn seine Vergangenheit macht ihm ausgiebig zu schaffen. Früher verteidigte er Mordverdächtige in London, jetzt kümmert er sich eher um harmlosere Fälle in einer verschlafenen Kleinstadt.

Eine traumatische Erfahrung hatte ihn einst aus der Bahn geworfen. Jetzt scheint er ein beschauliches Familienleben zu führen, unbehelligt von seiner Vergangenheit. Doch dann wird ein alter Studienfreund in London angeklagt und Travers sieht sich genötigt, wieder dorthin zurückkehren zu müssen, wo er niemals wieder hin wollte.

In der Hauptrolle ist James Purefoy zu sehen, der so manchem Zuschauer vor allem als Mark Antony aus der Historienserie „Rom“ bekannt sein dürfte. Aktuell spielt er an der Seite von Kevin Bacon in der hochgelobten US-Produktion „The Following“. Seine Karriere begann er ebenfalls im TV: 1990 spielte er eine der Hauptfiguren in der hierzulande gänzlich unbekannten Serie „Coasting“.

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