Wem das deutsche Vorzeigemodel aus Bergisch-Gladbach längst gehörig auf den Nerv geht, ist gut beraten, ab dem 16. März nicht aus Versehen bei Viva vorbei zu zappen. Dort nämlich gibt es die deutsche Free-TV-Premiere von Heidi Klums Casting Show „Project Runway“ zu sehen, die in den USA bereits seit 2004 mit einigem Erfolg über die Bildschirme flimmert.
„Auf Wiedersehen“, heißt es für die ausgeschiedenen Kandidaten am Ende jeder Folge, und das in deutscher Sprache. Die Amerikaner finden das wahrscheinlich lustig, denn Jurychefin Heidi Klum ist nun einmal der bekannteste Kraut-Export in den USA. Mittlerweile in der 7. Staffel läuft dort die Casting-Show „Project Runway“, bei der das blonde Topmodel nicht etwa Nachwuchs für ihre eigene Zunft, sondern Modedesigner aussiebt.
In Amerika ist die Show Heidis einziges TV-Standbein, denn „Americas Next Top Model“, das Original zum deutschen Ableger, wird dort bekanntlich von Tyra Banks gehostet. Im Gegensatz zur Pro7-Show hat das ehemalige Werbegesicht der Fastfoodkette mit dem großen „M“ bei „Project Runway“ offenbar auch vertragliche Anwesenheitspflicht. Während sie sich bei „Germanys Next Top Model“ gelegentlich bloß per Videobotschaft zuschalten lässt (es gibt ja schließlich Wichtigeres zu tun), sitzt sie in der US-Show jederzeit brav auf ihrem Jurystuhl.
Im üblichen Countdown-Stil anderer Casting-Shows (etwa „Rock of Love“) werden die Jungdesigner von Show zu Show mit neuen Aufgaben betreut und am Ende um jeweils einen Teilnehmer reduziert. Die Vorgaben sind dabei vielfältig, und es kann durchaus vorkommen, dass die fertigen Kleidungsstücke schon mal aus Lebensmitteln oder Pflanzen sein sollen.
Während der Show leben die Designer zusammen in einem Apartment, das sie ohne Erlaubnis nicht verlassen dürfen. Ausserdem ist das Recherchieren im Internet und Telefonieren mit Freunden und Verwandten verboten – schließlich soll man sich ja keine Inspiration von außen holen. Sinn macht das inhaltlich keinen, trägt aber zur Dramatisierung der Show bei und verleiht dem Ganzen ein mildes Big-Brother-Feeling.
Unterstürtzt wird Heidi Klum von zwei festen Juroren aus der Modebranche, sowie wechselnden Gaststars wie Natalie Portman, Sarah Jessica Parker, Nicky Hilton, Christina Aguilera oder Victoria Beckham. Nach der hierzulande bereits gestarteten Ausstrahlung auf „The Biography Channel“ zeigt Viva die Show erstmalig im deutschen Free-TV ab dem 16. März jeweils Dienstags von 21.30 bis 22.30 Uhr.
Februar 24th, 2010 um 02:04
Hat keinen wirklichen Big Brother Charakter, da wir die Teilnehmer eigentlich nur beim Kleiderschneidern sehen. Eine sehr gute Serie, die leider eine Anwesenheitspflicht von Heidi verlangt. In GNTM ist sie vielleicht kurz mal weg und wirklich nur kurz. Sie ist bei jedem Photoshoot dort. Videobotschaften gibt es nur, damit sie auch mal auf die Toilette gehen kann.
Sie hat außerdem eine Familie, die in LA wohnt. Ganz merkwürdigerweise reisen die Mädchen von GNTM dauernd nach LA und bleiben da wochenlang. Wie öde. Eine Sache, die jetzt sogar bei Project Runway passiert ist. In der letzten Staffel verfrachtete man die Show von New York nach LA. Niemand war damit happy. Die Stammjuroren leben aber in New York und besitzen Jobs, also wurde die Staffel (außer ein paar Gastauftritte) ohne sie gedreht. Es verlieh der Serie einen ganz neuen Charakter und zwar einen gräßlichen. Personen, die nichts über Mode verstehen saßen neben Heidi, die auch nichts über Mode versteht und entschieden, wer bleiben und wer gehen soll.
Niemand mochte diese Staffel und deshalb waren dann auch alle froh, als man wieder in new York drehte.
Und dann kam die Meldung: Nächste Staffel geht es wieder nach LA. Ich verstehe, dass Heidi eine große Familie hat und sich um sie kümmern muss, aber wenn sie eben nicht beides machen kann, dann sollte sie sich für eines entscheiden und zwar für ihre Familie. So haben die kiddies mehr Zeit mit ihrer mum und wir haben mehr vergnügen beim Fernsehgucken.