Endlich hat Dieter Bohlen seinen langgehegten Traum wahr gemacht und Thomas Gottschalk zu RTL geholt. Immer wieder hatte der Poptitan das ZDF-Zugpferd umworben und mal mehr, mal weniger ernsthaft den Einstieg bei DSDS vorgeschlagen. Jetzt kommt der Herr der Gumibären allerdings erst mal in die Supertalent-Jury.

Dass es wohl keine Fortsetzung der Zusammenarbeit zwischen Gottschalk und der ARD geben würde, lag nach dem Ende der quotenschwachen Vorabend-Show auf der Hand. Völlig unerwartet hatte das Erste die letzte Ausgabe der Sendung einfach gestrichen, ohne den Moderator und sein Team frühzeitig davon in Kenntnis zu setzen. Nachvollziehbar ist das kaum.

Gottschalk ist nicht irgendwer, und selbst ein Nobody hätte mehr Respekt verdient gehabt, zumal für das Finale der Show die Bekanntgabe des Gewinners einer über die letzten Wochen initiierten Aktion erfolgen sollte, bei der unterschiedliche Projekte vorgestellt worden waren – darunter einige Charity-Maßnahmen. Auch den hier Beteiligten gegenüber war die Absetzung der Sendung zugunsten eines EM-Vorberichtes eine echte Unverschämtheit.

Doch was juckt das die Programmverantwortlichen? Für Gottschalk jedenfalls hatte sich die Sache umgehend erledigt. Kaum zwei Wochen später sind die Verträge für einen Wechsel zu RTL offenbar bereits unterzeichnet. Der ehemalige „Wetten dass …?“-Moderator wird nun zunächst einmal an der Seite von Dieter Bohlen in der kommenden Staffel von „Das Supertalent“ sitzen. Die Wortspiele rund um „Supernase“ und „Supertalent“ warten jetzt also bereits auf zahlreiche Abnehmer.

Ob das allerdings funktionieren kann, ist eher fraglich. Gottschalk war von jeher eine Ein-Mann-Show und lediglich frühe Co-Moderationen mit Günther Jauch auf der IFA hatten einen gewissen Reiz. Für RTL hingegen ist die Paarung ein sensationeller Schachzug, der sich fraglos auch auf die Quoten auswirken wird – zumal als Dritte im Bunde Michelle Hunziker verpflichtet wurde, Gottschalks Sidekick aus seligen ZDF-Zeiten. Auch das war schon lange ein Bohlen-Gedanke.

Man darf gespannt sein, ob der blonde Riese demnächst auch zum Einsatz kommt, wenn es darum geht, DSDS neu aufzupolieren. Moderator Marco Schreyl jedenfalls wird nicht mehr dabei sein.

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