Schon ein bemerkenswertes Projekt, das die ARD da am 14. September zur besten Sendezeit über den Äther schickt. Ob die 6-teilige Serie über zwei Familien in der DDR der 80er Jahre aber auch auf gesteigertes Zuschauerinteresse stößt, wird sich erst noch zu zeigen haben, zumal die TV-Konkurrenz stark ist.

RTL zeigt „CSI: Miami“, Pro Sieben neue Folgen der „Simpsons“, und auf VOX läuft die aktuelle Ausgabe von „X Factor“ – auf ein Publikum unter Mitte 30 kann die neue ARD-Serie wohl kaum abzielen. Vielleicht haben die Programm-Macher aber auch geschlafen, oder sie sind von ihrem Produkt so überzeugt, dass sie glauben, die Konkurrenz nicht fürchten zu müssen. Eine 6-teilige Familiengeschichte aus der DDR empfiehlt sich jedoch nicht gerade als Quotenrenner.

In jedem Fall ist „Weissensee“ aber ein echtes Novum in der hiesigen Fernsehlandschaft, denn eine fiktive Familienserie, die im deutschen Osten der 80er Jahre spielt, hat es bisher fraglos noch nicht gegeben. Vielleicht hat das aber auch seine guten Gründe.

Doch alleine die Besetzung lässt aufmerken. Die weibliche Hauptrolle übernimmt Hannah Herzsprung, die seit dem Drama „Vier Minuten“ und ihrer Auszeichnung mit dem Bayerischen Fernsehpreis zu den außergewöhnlichsten deutschen Jungdarstellerinnen gehört. An ihrer Seite spielt Florian Lukas, der vor allem für seine Rolle in der Wende-Komödie „Good bye Lenin!“ bekannt ist. Mit Katrin Sass kommt eine weitere Schauspielerin aus demselben Film hinzu. Komplettiert wird die interessante Besetzungsliste mit Anna Loos, die neben ihrer Schauspielerei auch Sängerin der DDR-Band „Silly“ ist.

Das Erste zeigt „Weissensee“ ab dem 15.9. jeweils dienstags um 20.15 Uhr.

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