Kinder der 70er erinnern sich noch wie Raimund Harmstorf seine Kraft demonstrierte, indem er eine rohe Kartoffel zerdrückte. Jetzt wurde „Der Seewolf“ aufwändig neu verfilmt.

Jack Londons Roman wurde etliche Male verfilmt, doch die Version mit dem bereits 1998 verstorbenen Raimund Harmstorf in der Titelrolle als Wolf Larsen dürfte wohl in Deutschland die bekannteste sein. Der Regisseur Wolfgang Staudte legte 1971 für das ZDF mit dem Fernseh-Vierteiler einen regelrechten Straßenfeger hin, an dessen Erfolg sich schwer anknüpfen lässt.

Pro7 wagt sich dennoch an den Klassiker und präsentiert im November die Story als zweiteiligen Film. Am 24. und 25.11. jeweils um 20.15 Uhr sieht der Zuschauer, wie sich der Literaturkritikers Humphrey van Weyden, vom Robbenfänger „Ghost“ nach einem Schiffbruch aufgenommen, gegen den brutalen Kapitän zur Wehr setzen muss. Neben den immer neuen Demütigungen, die sich Kapitän Larsen für van Weyden einfallen lässt, sorgt auch die Eifersucht für Spannungen an Bord: Beide Männer interessieren sich für die ebenfalls schiffbrüchige Maud Brewster.

Der Regisseur Stephan Wagner drehte die Neufassung drei Monate lang in den Bahamas unter anderem mit der selben Schiffscrew, die bereits im „Fluch der Karibik“ ihr Können unter Beweis gestellt hat. Florian Stetter wird als Humphrey van Weyden und Petra Schmidt-Schaller als Maud Brewster zu sehen sein, während die schwerste Rolle Thomas Kretschmann zu fällt, denn er spielt den titelgebenden Wolf Larsen, den Seewolf.

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