Ein Prequel-Spin-Off klingt nicht gerade wie Erfolgsmaterial, immerhin hängt dem Prequel mittlerweile der Star Wars Gedanke an, aber den Machern von Caprica ist ein kleiner Geniestreich gelungen.

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Nachdem seine Tochter Zoey bei einem Selbstmordattentat ihres Freundes umgekommen ist, erfährt Computer Experte Daniel Graystone, dass sie einen virtuellen Klon von sich gemacht hat. Zusammen mit Elternteilen der anderen verstorbenen Teenager versucht er über den Tod hinweg zu kommen, gleichzeitig überlegt er, ein spezielles Auferstehungsverfahren an zu wenden, um Zoey zurück zu bringen.
Im Gegensatz zu Battlestar Galactica wurde der Actiongehalt der Sci Fi Serie zurück gefahren, stattdessen werden die privaten Leben in der futuristischen Gesellschaft beleuchtet, außerdem werden ethische Themen wie Religion, Klontechnik und das Entstehen der Roboterwesen behandelt, die in Battlestar später für die Zerstörung der Menschheit sorgen würden.
Genau diese große Veränderung zur vorherigen Erfolgsserie ist das Geheimnis der Qualität von Caprica, denn Ronald D. Moore und David Eick haben bewusst eine komplett andere Welt kreiert, die sich im Sog des Fortschritts selbst überschätzt und daher ihren eigenen Untergang initiiert.
Zusammen mit großartigen Schauspielern und einer guten Produktion dürfte Caprica eine der Science Fiction Serien sein, die als Reflektion auf aktuelle Problemthemen dient und nicht nur Laser und Raumschiffe bietet.
Glücklich kann man auf jeden Fall sein, denn wie so oft hat es bei Caprica diverse Probleme gegeben, da der Sender Sci Fi Channel sich lange Zeit zierte, eine Spin Off Serie zu starten, da Battlestar zwar erfolgreich bei den Kritikern war, allerdings nicht die irren Einschaltquoten erzielt hatte, die sich der Kanal gewünscht hatte.

Ab dem 1.7. jeden Freitag um 21:00 auf TNT.

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