Dass ausgerechnet der wenig neutrale US-Sender Fox mit „American Dad“ eine Serie ausstrahlt, die sich über die amerikanische Terrorangst seit dem 11. September 2001 lustig macht, ist durchaus erstaunlich. Gerade endet in den USA die Ausstrahlung der 5. Staffel. Viva zeigt sie ab dem 16. Februar als Deutschlandpremiere.

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Wer deutliche Parallelen zwischen den beiden Cartoonserien „Family Guy“ und „American Dad“ erkennen zu können glaubt, muss sich darüber nicht wundern. Beide stammen aus der Ideenschmiede von Seth MacFarlane und gehören wie etwa auch „South Park“ zu einer Reihe von animierten amerikanischen Comedy-Shows, die sich nach dem Vorbild der „Simpsons“ vor allem an ein erwachsenes Publikum richten.

In gewissem Sinn ist „American Dad“ ein Gegenentwurf zu „Family Guy“, und ab und an berühren sich die beiden Serien sogar durch gleiche Schauplätze oder Figuren. Gemeinsam ist ihnen die Konzentration auf eine durch und durch amerikanische Kleinfamilie mit je einer Tochter, die aus der Reihe tanzt und einem Sohn, der nicht gerade zu den Hellsten gehört. Der Unterschied liegt jedoch im sozialen Status.

Während Peter Griffin aus „Family Guy“ ein meist arbeitsloser Tunichtgut ist, der den ganzen Tag vor dem Fernseher verbringt, erweist sich Stan Smith als paranoider, erzkonservativer CIA-Agent, dessen Hauptbestreben es ist, sein Land und seine Familie vor einer nebulösen Terrorgefahr zu schützen. Dass es um die Moral beider Familienoberhäupter nicht sonderlich gut bestellt ist, charakterisiert den satirischen Blick der Macher auf fragwürdige amerikanische Werte.

Wo bei „Family Guy“ das hochintelligente und größenwahnsinnige Baby Stewie und der sprechende Hund Brian die absurdesten Mitglieder der Sippe ausmachen, sind es bei „American Dad“ ein grasrauchender Außerirdischer, den Stan einst aus Roswell mitgebracht hat, sowie ein sprechender Goldfisch mit deutschem Akzent, dem die CIA das Gehirn eines sächsischen Skispringers eingepflanzt hat.

Humor und Optik beider Serien sind durchaus ähnlich, der Handlungsbogen von „American Dad“ ist jedoch in der Regel stringenter und bezieht seinen Witz weniger aus einer willkürlichen Nummernrevue, wie sie für „Family Guy“ typisch ist. An Absurdität und wilder Satire auf den American Way of Life stehen sich beide Produktionen jedoch in nichts nach.

Viva zeigt die 5. Staffel von „American Dad“ erstmals im deutschen Fernsehen ab dem 16. Februar jeweils um 20 Uhr.

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