…und unglaublich glücklich.

Wer das Spiel Deutschland – Österreich gestern Abend verfolgte, dem konnte schon mulmig werden. Denn was man um die Truppe von Kapitän Michael Ballack und Trainer Joachim („Jogi“) Löw zu sehen bekam, war ein Spiel der typisch „deutschen Tugenden“.

In der ersten Hälfte klar dominant, aber nicht in der Lage, aus den erarbeiteten Chancen ein Tor zu erzielen. Den Ball müde hin und her kicken, mauern bis zum abwinken, und ansonsten, wenn niemand zuschaut, in der Nase bohren, war dann die Strategie in der Zweiten Spielhälfte.

Die einzigen Lichtblicke waren die befreiter aufspielenden Österreicher, die defensiv gut standen und in der zweiten Halbzeit, nach dem Freistoß-Tor von Ballack, es zumindest versuchten, ein wenig attraktiven Fußball zu spielen. Es kam leider nur nichts heraus, denn unsere „erfahrenen, routinierten“ Kicker störten, wo es ging und hatten Erfolg.

Die Standard-Situation (49. min.), die Ballack dann in ein Tor verwandelte, half aber immerhin, dass wir zuhause noch hübsch weiter im Bierseeligen Freudentaumel auf das nächste Spiel warten können. Also zumindest bis Donnerstag ist noch keine Fahnenschwenk-Entwarnung gegeben.

Wie aber unsere Kicker mit dieser miserablen Leistung den Gegner Portugal schlagen wollen, bleibt mir ein Rätsel. Denn die Portugiesen sind wesentlich spielstärker, und haben einen international erfahrenen und erfolgreichen Trainer.

Das andere Gimmick der Partie war der „Platzverweis“ in der 40. Minute für die beiden Trainer Josef Hickelsberger und „Jogi“ Löw, die das Spiel von der Tribüne aus verfolgen durften.

Zumindest Joachim Löw konnte sich mit einem Plausch mit Kanzlerin Merkel über seinen neuen Zuschauerplatz trösten.

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