Internet-affine Menschen werden das nervige kreischende Skelett sicherlich schon von diversen Web-Seiten kennen, allerdings steckt hinter der enervierenden Internet Werbung ein gar nicht mal schlechter Comedian.

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Bauchredner sind ja eigentlich – ähnlich wie Magier, Pantomime und Hypnotiseure – eine abschreckende Menschengruppe, mit denen man wenig zu tun haben möchte. Wer seine Freizeit mit Puppen verbringt, der muss doch merkwürdig sein, außerdem kann man sich noch gut an Filme wie „Magic“ oder „Joey“ erinnern, in denen die gruseligen Puppen am Ende noch morden wollten.
Aber Jeff Dunham ist nicht zuletzt durch die ironische Selbstreflektion berühmt geworden, so beschwert sich einer seiner Charaktere auch mal darüber, dass sie einfach nicht gleichzeitig reden können und dass das eben zu den Regeln gehört.
Aber klassisch mag es Jeff ebenso, daher spielen seine Puppen natürlich die Hauptrolle in seinen Stand-Up Routinen, während er selbst der oftmals gehänselte Assistent seiner eigenen Show ist.
Auch für Leute, die Bauchreden nicht gerade beeindruckend finden, ist vor allem Dunhams Talent, diverse Akzente nach zu machen, ziemlich imposant, vor allem, wenn man an die typischen Bauchredner denkt, die mit einer einzigen Puppe und einer einzigen Stimme über Jahre hinweg die selben Witze erzählen.
Jeff Dunham hat den besonders charmanten (und lilanen) Peanut, den toten Terroristen Achmed, den verbitterten alten Walter, Melvin den Superhelden und einige mehr in seinem Repertoire.
Großartig anspruchsvolle Comedy wird hier zwar nicht geboten, dafür aber wunderbar surreale und freche Schlagabtausche, die allemal besser als diverse andere Stand-Up Acts sind.

Samstags 20:45 oder Sonntag 23:50 auf Comedy Central.

Genre: Comedy, Puppen

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