Seit 1994 ist der Hase Felix bereits auf Weltreise. Das hat selbst Hardy Krüger nicht geschafft. Die lustigen Abenteuer für Kinder erfreuen sich jedenfalls als Bücher wie Zeichentrickfilme weiterhin ungebrochener Beliebtheit. Anfang März erscheint eine DVD-Box mit 12 neuen Geschichten.
Über 15 Jahre ist es bereits her, dass Kinderbuchautorin Annette Langen und Illustratorin Constanza Droop den Hasen Felix zum Leben erweckt haben. Seitdem sind zahlreiche Bücher, TV-Abenteuer und sogar ein Kinofilm erschienen.
Ok, ok, ich bin nun wirklich kein Fan von Stöckelnden Tussies auf der Alm mit Schmink-Köfferchen am Handgelenk. Das gebe ich ja zu. Auch wenn es mich dann doch immer wieder mal interessiert, was die beiden „VIP-Ladies“ den ganzen Tag über im Hühnerstall so machen.
Nein, Jungs, sicher räkeln sie sich nicht in sexy Shooting-Manier, und werden wohl auch keine „heißen Spiele“ auf dem Heuboden veranstalten. Sie werden uns geneigte Zuschauer in ihrem „Culture-Clash“ lediglich das harte Leben auf einem Bauernhof vermitteln, wo der Nagellack schneller blättert, als so manches Mädchen „hu“ sagen kann.
Das ist wahrhaft kein Ort für zwei von Glamour-Party und Schampus-Frühstück verwöhnte gaaanz normale Mädels von Nebenan. weiterlesen »
An dieser Stelle muss ich ehrlich gestehen, dass ich ein großer Fan von Tierdokumentationen bin. Besonders von jenen Sendungen, bei denen die Realität der Tierwelt anschaulich wiedergegeben wird. Es hat schon etwas Erhabenes für einen Mann, wenn ein Krokodil aus seiner Trägheit erwacht und urplötzlich eine ganze Antilope angreift.
Mal abgesehen von diesen martialischen Szenen, können es auch einfach nur Dokumentationen über das Zusammenleben sein. Sich einfach minutenlang vor dem Fernseher berieseln lassen, dazu noch etwas Wissenswertes erfahren – eine willkommene Abwechslung in der Fernsehlandschaft, wo man sonst bei Sendungen wie „Schwiegertochter gesucht“ oder „Big Brother“ nicht weiß, ob man lachen oder weinen soll.
Nun als Tier-Fan freue ich mich natürlich über das Engagement von Sendungen „Tiere suchen ein Zuhause“ im WDR. Dort werden einzelne Tiere, die in Tierheimen untergebracht sind, dem Zuschauer vorgestellt. Dabei wird keine Schwerpunkt auf eine bestimmte Tierart gelegt, so dass Wellensittiche, Perserkatzen, Beagle, Boxer und Hasen gleichwertig vorgestellt, so dass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Da man auf spezielle Eigenschaften der Tiere hinweist wie „braucht viel Auslauf“, „ist kinderlieb“ oder „braucht eine ruhige Umgebung“ sind potenzielle Haustierbesitzer gleich im Vorfeld gut informiert.
Leider erfahren solche sinnvollen Sendungen keine große Aufmerksamkeit. Mitarbeiter aus den Tierheimen berichten, dass zwar gerade im Vorfeld von großen Festen wie Weihnachten die Nachfrage steigt, aber es werden zumeist nur Katzenbabys oder Hundewelpen gesucht, die sich schon nach wenigen Wochen in den Heimen wiederfinden.
Also wer schon immer mal auf der Suche nach einem passenden Haustier sein sollte, könnte sich Sendungen „Tiere suchen ein Zuhause“ zu Gemüte führen. Da die Sendung zumeist am Sonntagabend ausgestrahlt wird, kann man auch einen Großteil der Zuschauer vor dem Fernseher erreichen – wäre zumindest wünschenswert.
“Big Brother” kennen Sie doch noch, oder? Diese etwas schmuddelige Endemol-Produktion, bei der eine Reihe von Kandidaten sich für einen gewissen Zeitraum (anfangs waren es 100 Tage) in einen Container (später ein Dorf) sperren ließen; all das unter den niemals versagenden Augen unzähliger Kameras, die das Leben im Container auf unsere heimischen Schirme brachten. Die ersten Staffeln waren recht erfolgreich; sogar FDP-Chef Westerwelle stattete den Kandidaten mal einen Besuch ab. Aber dann begann die Quote konstant zu fallen - man hatte schließlich alles gesehen; und irgendwann war “Big Brother” nur noch ein Ladenhüter. Was den Sender natürlich nicht davon abhält, es weiter zu produzieren. Bloß, inzwischen gibt’s das Dschungelcamp und DSDS, wer braucht da noch die Containerfuzzis mit ihren ewigen, geistlosen Dialogen?
Aber das Konzept als solches, dachte man sich bei den Öffentlich-Rechtlichen (wie immer up to date) ist ja eigentlich ganz interessant. Ständige Beobachtung in abgegrenzten Räumen und so. Da könnte man glatt was draus machen.
Und dann kam Knut. Nun behaupten Sie nicht, dass Sie Knut nicht kennen! Wirklich nicht? In Ordnung, dem kann abgeholfen werden - “Knut und seine Freunde” startet Mitte März, dann können Sie sich den kleinen Eisbären auch im Kino ansehen.
Von der Torte, dachten sich die Öffentlich-Rechtlichen, wollen wir auch ein Stückchen abhaben - und beschlossen, es mit einem revolutionären Konzept zu versuchen, dass einerseits auf der Knut-Welle mitreitet, und andererseits die tabulose Art der “Big Brother”-Ära wiederaufleben ließ: “Eisbär, Affe und Co.” zeigt die Tiere der Wilhelma, eines der größten Zoos Deutschlands. Ohne Tabus. Tagsüber. Ohne Jugendschutz.