1986 war die Idee noch ganz neu: Einkaufen ganz bequem vom Fernsehsessel aus, ohne Rücksicht auf Ladenschlusszeiten oder Anfahrt zum Geschäft. Der Teleshopping-Sender QVC geht in den USA auf Sendung und zehn Jahre später war er auch in Deutschland zu sehen.

Versandhäuser machten es vor, Fernsehsender machen es nach: Das Konzept von QVC ist simpel, aber sehr erfolgreich! Mode für die ganze Familie, Haushaltswaren, Kosmetika, Technik… Artikel aus fast jedem Segment werden auf dem Fernsehsender QVC präsentiert und können per Telefon oder Internet nach Hause bestellt werden.

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Das Angebot in den Shows wird durch den Online-Shop ergänzt: Nicht nur Waren aus den Sendungen werden im Internet noch einmal ausgestellt, auch andere Angebote finden im Online-Shop Platz. Markenartikel wie OshKosh Kindermode, aber auch unbekannte Firmen nutzen die Plattform, um ihre Produkte abzusetzen.

Die Sendungen von QVC sind natürlich frei von journalistischer Arbeit, von kritischer Distanz. Jedes Produkt bringt scheinbar das Maximum an Qualität mit und bietet das beste Preis-Leistungsverhältnis. Nette Moderatoren oder prominente Gäste testen und führen Dessous, Schuhe und Co. vor, gaukeln höchste Zufriedenheit vor und versuchen so, die Zuschauer zum Kauf zu bewegen.

Klar, auch bei anderen Bestellkatalogen oder den bekannten Familienmagazinen wird die Mode abgebildet und angepriesen, aber nicht auf so aufdringliche Weise, wie es bei dem Teleshopping-Sender der Fall ist. QVC ist vergleichbar mit jedem Werbespot, die den meisten Zuschauern die Möglichkeit zur Distanz nicht lassen.

Aber insgesamt gesehen kann das Programm von QVC schon unterhaltend sein. Für alle, die sich den Weg ins nächste Geschäft sparen wollen oder Kataloge von Versandhäusern nicht anschaulich genug finden, für die lohnt sich vielleicht ein Blick ins QVC-Programm. Und sollte man mal auf eine Niete reingefallen sein, so kann man die Ware auch wieder zurücksenden!

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