Comedy Central ist ein kleines Phänomen, neben Reruns von Serien, die schon auf Kabel 1 und RTL2 fünf Mal zu oft wiederholt wurden, kann man immer mal wieder brilliante Programme entdecken.

„It’s always Sunny in Philadelphia“ ist eine bitterböse Serie zum zusammen Zucken und Losprusten. Die Freunde Charlie, Mac, Dennis und Dennis‘ Schwester Dee besitzen die schlecht besuchte Kneipe „Paddy’s“ und müssen irgendwie über die Runden kommen. Das alleine hört sich nach einer gegenwärtigen Version von „Cheers“ an, aber aufgepasst, denn die Vier sind im Gegensatz zu Ted Danson und Co kaum sympathisch und auch nicht leicht exzentrisch, sondern ausgesprochen irre.
Die Serie ist in der Art von „Curb Your Enthusiasm“ alias „Lass es, Larry“ oder auch „Stromberg“ nicht darauf aus, pfiffige Punchlines zu bieten, sondern schockiert und amüsiert durch die bitterbösen Ideen und Dialoge der vier soziopathischen Protagonisten.
Mit Danny DeVito als Dennis‘ und Dee’s lange verschollener Vater wird das Ganze zwar manchmal etwas albern, da Herr DeVito im Gegensatz zu den anderen Schauspielern etwas zu sehr aufdreht, dem menschenfeindlichen Spaß tut das jedoch keinen Abbruch und so kann man sich trotzdem knapp 30 Minuten vor lauter Unbehagen tot lachen.
Dass die Serie Mittwochs um 22:35 läuft, also genau dann, wenn jeder bereits inmitten einer CSI-Folge oder Ähnlichem steckt ist natürlich kontraproduktiv für so einen Underdog der Comedy. Ebenso wie bei Arrested Development traut sich Comedy Central anscheinend nicht, diese innovative Sendung zur Prime Time laufen zu lassen, statt dessen kommt da, mal sehen…ah, „Alle Lieben Raymond“, das haben wir natürlich noch nicht zum 100sten Mal gesehen, nachdem RTL2 es gefühlte 30 Jahre im Abendprogramm hatte.

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