Babybauch oder Stipendium in den USA – in „Ellas Baby“ stellt die ungewollte Schwangerschaft das Leben einer Schülerin auf den Kopf. Wie schwer die Entscheidung für oder gegen ein Kind ist, zeigt diese feinfühlig erzählte Komödie. Tijan Marei spielt eine Teenagerin, deren „erstes Mal“ weitreichende Konsequenzen hat. In der Rolle ihres alleinerziehenden Vaters, der mit seiner neuen Freundin (Katharina Schüttler) selbst Nachwuchs plant und nun unverhofft Opa wird, ist Benno Fürmann zu sehen. Regisseur David Dietl richtet den Blick auf ein gesellschaftliches Thema: Bundesweit gibt es jährlich Tausende von ungewollten Schwangerschaften bei Minderjährigen, bei denen es etwa bei der Hälfte zum Abbruch kommt.
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Ella (Tijan Marei) ist 16 – und schwanger. Von dem „Vater“ des Kindes, den sie beim Schüleraustausch in Frankreich kennengelernt hat, weiß sie nur, dass er Pierre hieß, und selbst das könnte sie nicht beschwören. Eigentlich wollte Ella das erste Mal nur hinter sich bringen. Das ist ihr gelungen – leider mit gravierenden Folgen. Für ihren Vater Roman (Benno Fürmann) zunächst ein Schock. Doch zum Glück fasst sich Roman erstaunlich schnell und unterstützt Ella. Auch seine neue Freundin Ariane (Katharina Schüttler) versucht zu helfen, wo sie kann. Das heißt, sofern Ella es zulässt, denn so richtig funktioniert das mit den beiden Frauen nicht. Ellas Mutter hat die Familie vor Jahren verlassen, und Ella hängt noch sehr an ihr. Keine einfache Situation für Roman, der immer wieder zwischen die Fronten gerät und auch noch in einer ganz anderen Zwickmühle steckt: Denn eigentlich wünschen er und Ariane sich ein Baby, bislang erfolglos. Insofern findet Roman den Gedanken, dass er nun bald Opa wird, gar nicht mehr so schlimm. Dumm nur, dass Ella nicht weiß, ob sie das Kind behalten soll.

Freitag, 13. Oktober 2017 | 20:15 im Ersten

Bild und Text: ARD

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