Irgendwann war der Paradiesvogelbonus ausgereizt. Zu wenig Anrufe, und Benny Kieckhäben war raus. Zum ersten Mal nach vorne kommen musste trotz solider Leistung Sarah Kreuz. Dominik Büchele hat weiterhin genügend junge Mädchenherzen hinter sich – und das, obwohl inzwischen bekannt wurde, dass er bereits vergeben ist.

Im Zentrum standen vor allem die Streitigkeiten um Annemarie Eilfeld, deren Polarisierungsstrategie weiterhin gut funktioniert. Mit Statements der anderen Kandidaten zu ihrer Person und den einmontierten Antworten ihrerseits in allen Einspielern brachte sie es auf die meiste Nettosendezeit. Für Chefjuror Dieter Bohlen klang ihre Version von „Purple Rain“ zwar nach „Oma Kasupke“, und für „Bailando“ verpasste er ihr den „Bitch“-Stempel, die Fans interessierte das jedoch wenig.

Daniel Schumacher motivierte die Jury mit einem makellosen und offenbar von Bohlen vorgeschlagenen „Ain´t no sunshine“ diesmal gar zu Standing Ovations. Sein Durchmarsch war demzufolge auch diesmal wieder unstrittig.

Eigentlicher Höhepunkt der Show vom Samstag war jedoch „Quereinsteiger“ Oliver Pocher, der in absurder Bill-Kaulitz-Montur einen Auftritt ablieferte, der gesanglich mit so manchem schrägen Casting-Teilnehmer konkurrieren konnte. Bohlen nutzte die Gelegenheit, um die sanitären Anlagen aufzusuchen. Pocher brachte Verständnis auf und revanchierte sich mit einer gut improvisierten Spitze: In fortgeschrittenem Alter müssten Männer nachts eben öfter mal raus.

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