Jüngst hat er für Kontroversen gesorgt, als er den Kachelmann mimte und damit nicht nur die Medien, sondern sogar Kachelmanns Bodyguards hinters Licht führen konnte. Ist das jetzt alberne Comedy oder doch großartige Sozialkritik?

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Man ist sich einig, sein Doppel mit Harald Schmidt hat einfach nicht funktioniert, weil das Zielpublikum nicht nur Manuel Andrack schmerzlich vermisste, sondern auch, weil die Fans von Schmidt einfach nicht die Fans von Pocher sind und das Duo nicht wirklich zusammen passte.
Daher versucht es Oliver wieder einmal alleine und tut alles daran, dauer-präsent im deutschen Fernsehen zu sein.
Pocher spaltet nicht nur die Nation, sondern bietet leider auch regelmäßig ambivalente Unterhaltung. Manche Aktionen, wie etwa der erwähnte Kachelmann-Auftritt, sind hervorragend bissig und satirisch und stellen die Medienlandschaft bloß, ohne polemisch auf ihr herum zu reiten, während viele von Pochers Gags uninspiriert und albern vor sich hin köcheln, ohne richtig zu zünden.
Vielleicht liegt es am Alter, aber an seinen Kollegen Schmidt kommt Pocher noch lange nicht heran, eine Tatsache, die eigentlich nicht schlimm ist, wenn Pocher genau das nicht so dringend wollen würde.
Anstatt seine eigene Nische zu finden und dort seine Stärken aus zu spielen, sind es besonders die „Late-Night“-typischen Beiträge, in denen er eher schwächelt und etwas inkonsequent wirkt, während seine Aktionen auf Promiveranstaltungen immer wieder mit halsbrecherischer Dreistigkeit überzeugen.

Es bleibt, wie eh und je, “Die Oliver Pocher Show” bleibt ein zwiespältiges Vergnügen, das seine Highlights hat, aber im Gross ein wenig unterfordert.

Jeden Freitag um 23:15 auf Sat 1.

Genre: Comedy, Late Night

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