Man könnte ja meinen, dass es kontraproduktiv für ein einheitliches Deutschland ist, wenn man ständig auf die Eigenheiten der Ostler und Westler pocht, allerdings handelt es sich hierbei um eine Produktion des MDR, also bleiben die plumpen Stereotype sicherlich zu hause.

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Robert Burdy sucht in der Dokumentation alte Plätze der ostdeutschen Geschichte auf und beleuchtet vor allem die Aspekte, die in den Geschichtsbüchern fast schon verschwiegen wurden. Das Bernsteinzimmer, Kunstraub und Raddampfer, vielleicht ein wenig konzeptlos, aber sicherlich aufschlussreich führt der Kölner durch ein Stück Geschichte und hebt vor allem die wissenschaftlichen und kulturellen Einflüsse der damaligen Zeit hervor, so dass Politik zwar niemals völlig weg zu denken ist, aber auch mal im Hintergrund verschwindet, um die Seiten der ostdeutschen Geschichte zu auf zu zeigen, von denen man sonst niemals hört.
Interessant ist dabei vor allem der Ansatz, all das in Perspektive mit der Gegenwart zu setzen, so dass der Blick zurück immer auch ein Blick nach vorne sein soll und die Identität der Deutschen erforschen möchte.
Dass es so etwas kaum über die westdeutsche Geschichte gibt, ist und bleibt ein kleines Rätsel, scheinbar ist die ostdeutsche Vergangenheit etwas aufregender für die Fernsehsender oder aber das Publikum wünscht es sich nicht anders.
Wie dem auch sei, „Der Osten – entdecke wo du lebst“ hat zwar einen unglücklichen Titel, aber auch ein sehr wohl überzeugendes Konzept, dass im MDR hoffentlich auf genügend Einschaltquoten trifft.
Ab dem 18.5.2010 jeden Dienstag um 20:45.

Genre: Dokumentation, Geschichte, Ostdeutschland

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