Sie ist Kult, die quirlige Engländerin, die sich für nichts zu schade ist. In „Super-size me“-Selbstversuchen macht sie sich auf die Suche nach vorwiegend weiblichen Fragen, die man schon immer stellen wollte, sich aber nie getraut hat.

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Polygamie ist eigentlich ein Tabuthema, auch, wenn man anhand der regelmäßigen Sex-Skandale annehmen könnte, dass der Mensch eher zur Poly-, als zur Monogamie neigt. Reporterin Dawn Porter macht sich auf in die Welt der Swingerclubs, Kommunen (das übrigens in Deutschland) und Lebensschulen, die die „freie Liebe“ beibringen.

Frau Porter ist charmant, unterhaltsam und immer euphorisch bei der Sache, was ihre Sendungen immer wieder zu einem amüsanten Zeitvertreib machen. Dass sie unglaublich offen mit Menschen über Tabuthemen redet und dabei auch zugibt, wenn sie sich unwohl fühlt, macht sie lebensnah und hebt sie von oftmals forciert unbeeindruckten Journalisten ab.
Allerdings ist „Dawn Porter testet die freie Liebe“ auch nicht direkt ein theoretisches Meisterwerk, denn gerade die vielen psychologischen Aspekte, beziehungsweise die anthropologischen Hintergründe kommen bei all ihren Sendungen nur selten zum Tragen und anhand einiger Beispiele kann man nun einmal nicht wirklich weitgreifende Schlüsse ziehen.
Fazit: Zur Unterhaltung lassen wir uns Dawn Porter immer gefallen, denn man kann den Samstag Abend auch schlimmer verbringen, außerdem löst sie eventuell auch die Berührungsangst vor dem bösen Monster, dass sich freie Liebe nennt. Für einen wirklich informativen Einblick in die Welt der offenen Beziehungen braucht es dann aber doch etwas mehr, als nur die liebreizende Dawn.

Am 26.2.2011 auf ZDFneo um 22:45

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