HBO hat es wieder einmal geschafft, mit einem 20er Jahre Epos werden Mafia-Bosse, Showtänzerinnen und Kleinkriminelle zum Leben erwecket, allen voran Steve Buscemi, der endlich seine verdiente Hauptrolle erhält.

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Mafia Boss Enoch „Nucky“ Johnson (Steve Buscemi) regiert seine Stadt Atlantic City, die in den 20er Jahren zu einem wahren Paradies aus Verbrechern und korrupten Polizisten verkommen ist. Zusammen mit seinem Bruder, der Sheriff der Stadt, hangelt sich Nucky durch die Prohibition. Die Menschen in seinem Umfeld sind durchweg von der Schattenseite des amerikanischen Traums geprägt. Einwanderer ohne Perspektive, Soldaten aus dem ersten Weltkrieg, die mit dem Trauma nicht klar kommen und Vertreter des Gesetzes, die nicht gegen die Masse an Kriminalität ankämpfen können.
Mit dem neuen HBO Werk hat es die Produktionsfirma wieder geschafft und ein liebevoll ausgestattetes, realistisches Stück Zeitgeschichte auf die Bildschirme gebracht, das schon jetzt als nächstes „Sopranos“ gehandelt wird.
Buscemi darf endlich auf die Verkörperung leicht überdrehter Loser verzichten und brilliert in der Darstellung des Mobsters.
Aber auch die anderen Protagonisten (darunter Michael Pitt, Michael Shannon und Kelly MacDonald) sind ideal besetzt und verleihen ihren komplexen Rollen Leben.

Nach dem etwas missglücktem Psychothriller “Shutter Island” hat Martin Scorsese als Produzent von „Boardwalk Empire“ endlich wieder zu seinen Wurzeln gefunden, für die Idee darf man jedoch Terence Winter danken, der bereits mit den “Sopranos” neue Maßstäbe für TV-Serien lieferte.

Ab dem 2.2.2011 kann man die Serie jeden Mittwoch um 20:15 auf dem Pay TV Sender TNT sehen, da lohnt sich die Investition.

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