Na endlich, wir mussten ja schon davon ausgehen, dass die gesamte Ladnwirtschaft ohn Frauen auskommt, weil die lieber in der Stadt leben, weil es auf dem Land keine Cafes und Schuhläden gibt.

Aber nach gefühlten 12 Staffeln von „Bauer sucht Frau“ gibt es nun auch einmal eine weibliche Kandidatin, die ihr beschaulich, aber auch anstrengendes Landleben mit einem treuen Partner teilen will.
Na gut, es ist eine einzige Frau, man darf also annehmen, dass alle Bäuerinnen (oder Landwirtinnen, politisch korrekt ausgedrückt) entweder schon fest liiert sind, oder aber selten wie die Nadel im Heuhaufen sind.
Berit heißt die junge Dame, kommt aus Mecklenburg Vorpommern und betreibt einen Pferdehof. Neben Pferden pflegt sie auch ein Motorrad als Fortbewegungsmöglichkeit, ist unternehmungslustig, jedoch auch romantisch veranlagt.
Das klingt ja alles sehr nett, aber auch etwas langweilig. Denn die Frage ist doch die: wie spannend ist eine derartig selbstständige Frau, bei der noch nicht mal die Mutti mit ihm Haus lebt?
Waren die besten Bauer sucht Frau Kandidaten bis dato diejenigen, die anscheinend aus gutem Grund solo waren, scheint Berit fast schon zu normal zu sein, um wirklich Spannung in die Abendunterhaltung zu bringen.
Nicht, dass wir uns beschweren sollten, alleine die Tatsache, dass unter Dutzenden Bauern auch endlich mal eine Frau portraitiert wird, ist sicherlich ein weiterer Sieg für Alice Schwarzer (die jedoch die öffentliche Suche nach einem starken Mann weniger gut finden würde).
Und wer weiß, vielleicht ist Berit ja genauso verrückt und merkwürdig, wie ihre männlichen Mitstreiter. Isolation soll ja bekanntlich eigen machen.

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