Der deutsch-französische Sender arte hat momentan den Seventies-Monat. Mit Musikfilmen, Dokus und und und versuchen sie ein Porträt dieser Zeit aufzuzeigen. Ob man dies kann oder nicht, und ob sie sich dabei zu sehr in Klischees suhlen, sei nun erstmal dahingestellt, denn im Vordergrund steht natürlich die Musik.

Und auch die kann man mögen oder nicht. Ich jedenfalls mag David Bowie ziemlich gerne und der darf in einem Rückblick auf die Seventies natürlich nicht fehlen. Das Thema heute bei arte lautet „Vom Glam zum Punk“ und, wer verkörperte das besser als David Bowie?

Den Auftakt bildet der FilmDer Mann, der vom Himmel fiel“ von 1976 mit David Bowie in der Hauptrolle um 21:00 Uhr. Der Science-Fiction-Film erzählt die Geschichte eine Außerirdischen (David Bowie), der auf der Erde landet um seinen Wpstenplaneten vor dem Ausdörren zu retten. Schnell wird er im amerikansichen Erfolgsdenken gefangen und ist so zum Scheitern verurteilt. Er zerbricht an der Oberflächlichkeit, Rücksichtslosigkeit und Brutalität der Menschen…

Ein bildgewaltiges Porträt unserer modernen Gesellschaft mit ihren Ketten und Fesseln. Der Film ist teils etwas langatmig, aber doch ein wirklich guter Appell gegen Anpassung und Eintönigkeit. Bowie konnte mit diesem Film sein Alien-Glam-Rock-Image noch vertiefen, und dies jenseits des oberflächlichen Musik-Business.

Danach, um 23:20 Uhr, zeigt arte den zweiten Teil der Seventies-Doku „Style Clash„. Hier geht es nun um die Wandlung vom Glam-Rock bis zur Entstehung des Punk. Gerade für die heutige Pseudo-Punk-Kultur und Möchtegern-Alternativen, die jegliche Botschaft und Aussage verloren haben, gute Infos…

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Abschließend ab 00:15 Uhr ist dann David Bowies legendärer Musikfilm-KlassikerZiggy Stardust and the spiders from Mars„, mit dem Bowie im Prinzip den Glam begründet hat. Im Prinzip zeigt der Film vor allem ein Konzert des damaligen androgynen Alter Ego des Rockstars. Zwischendrin gibts noch ein paar Backstage-Aufnahmen. Mit ihm und seiner Show war der Rock im 21. Jahrhundert angekommen.

David Bowie war und ist seiner Zeit immer einen Schritt voraus. Ich würde mir ja auch mal wieder einen ganzen Themenabend rund um Bowie wünschen. Und dann mit vor allem neuen Sachen, denn seine vielfältige Kunst hat weitaus mehr zu bieten als nur die „Jugendsünde/ -liebe“ Ziggy Stardust.

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