Kinomagazine habe im Fernsehen kaum eine Lobby. In den USA kämpft gerade das aktuelle Format des bekanntesten aller Filmkritiker, Roger Ebert, um die Finanzierung. Hierzulande kann man die Versuche der letzten Jahre, eine themenbezogene Sendung zu etablieren, leicht an einer Hand abzählen. Jetzt startet Tele5 einen Testballon mit Steven Gätjen.
Wer sich noch an die Zeit erinnert, als der Moderator aus Hamburg das Pro7-Sommermädchen suchte, wird sich umso mehr gewundert haben, als Steven Gätjen im Juni plötzlich für Matthias Opdenhövel bei „Schlag den Raab“ und „Schlag den Star“ einsprang. Dass es doch noch einmal so weit kommen sollte mit jemandem, den viele schon gar nicht mehr auf dem Radar hatten, kann man durchaus als Überraschung werten.
Mit den Ereignissen von 9/11 hat sich ins Unterbewusstsein der Amerikaner die alte Invasionsangst wieder eingeschlichen, die mit dem Ende des kalten Krieges eigentlich überwunden schien. Und erneut findet hat das auch seine Auswirkungen auf die Populärkultur, in der Alien-Angriffe plötzlich wieder salonfähig geworden sind. Mit „Falling Skies“ startet am 21.11. eines der jüngsten Beispiele dafür auf Pro7.
Der vermeintlich friedliche Besuch der Außerirdischen in „V“, der Neuauflage des TV-Klassikers aus den 80er Jahren, kam bei den Pro7-Zuschauern überraschend gut an. Zeit also, die nächste Weltübernahme durch feindlich gesinnte Kreaturen aus dem All nachzuschieben, zumal „Falling Skies“ mit Steven Spielberg als Produzent aufwarten kann.
Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis Sat1 seinen eigenproduzierten Quotenerfolg fortsetzen würde. Rund zehn Millionen Zuschauer saßen bei der Premiere von „Die Wanderhure“ vor den Bildschirmen, um Alexandra Neldel ins finsterer Mittelalter zu begleiten. Teil 2 gibt es Ostern 2012 zu sehen.
Während die Dreharbeiten für die Fortsetzung der „Wanderhure“ derzeit noch laufen, ist Teil 3 bereits in Planung, und wenn es nach Senderchef Joachim Kosack geht, ist danach, wie er gegenüber der Programmzeitschrift „TV Movie“ bekannt gab, immer noch nicht Schluss. Die Zuschauer müssen es nur mitmachen, aber davon lässt sich nach dem Erfolg des ersten Teils ausgehen.
Der schlimmste Chef der Welt stolpert die Karriereleiter hinauf. Kaum zu glauben, aber diesmal geht es für Bernd Stromberg in die Chefetage der Capitol-Versicherung. Zehn neue Folgen gibt es ab dem 8. November jeweils Dienstag auf Pro7 zu sehen. Wer nicht warten will, bekommt die gesamte 5. Staffel schon drei Tage später auf DVD.
Im Zuge der Promotion für die neuen Folgen schloss Christoph Maria Herbst die Möglichkeit nicht aus, dass sein Alter Ego im kommenden Jahr den Sprung vom TV-Bildschirm auf die Kinoleinwand schafft. Das wäre für den Ressortleiter der Abteilung Schadensregulierung bereits der zweite Aufstieg, denn bereits in Folge 2 der neuen Staffel übernimmt er den Chefsessel seines Vorgesetzten Becker.
Interessante Stoffe, die früher auf der Kinoleinwand gelandet wären, wandern heute zunehmend ins Fernsehen. Die Erzählstrukturen von Serien sind wesentlich komplexer geworden, und vor kontroversen Handlungselementen und drastischen Bildern muss dank Pay-TV auch niemand mehr zurückschrecken. Jüngstes Beispiel: „Remains“, ein Fernsehfilm, der auf der gleichnamigen Comicreihe von Steve Niles beruht.
Nachdem die Vampire mit „True Blood“ und „Vampire Diaries“ einen festen Platz im TV-Programm eingenommen haben, folgten vor kurzem mit den Zombies aus „The Walking Dead“ weitere traditionelle Horrorgestalten – und das mit immensem Erfolg. Auf diesen Zug springt jetzt NBCUniversal mit seinem Spartenkanal Chiller TV auf, der sich für die erste Eigenproduktion direkt mal eine populäre Vorlage gegriffen hat.
Heidi Klums Topmodel Barbara Meier spielt morgen Abend eine Hauptrolle im TV und bestreitet damit ihr Spielfilm-Debüt. Folgt nach der Model-Karriere nun ein Aufstieg in der Filmbranche?
Die Siegerin der 2. Staffel von Heidi Klums „Germany’s next Topmodel”, Barbara Meier, spielt in ihrer ersten Hauptrolle im TV ein taubstummes Medium und startet damit ihre Karriere als Schauspielerin in einem ProSieben-Mystery-Film. Da ein geheimnisvolles Aussehen gesucht wurde, kamen dem Model die blasse Haut und die roten Haare wahrscheinlich zugute, und dass ihre erste Film-Rolle keinen Sprechtext vorzuweisen hat, erleichterte den Einstieg in das neue Metier sicherlich auch. Dass Barbara Meier keine Angst vor Kameras hat, konnte sie ja bereits bei GNTM unter Beweis stellen, und bei nachfolgenden TV-Werbespots sammelte sie ebenfalls erste Erfahrungen am Filmset.
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Mittlerweile ist es Standard, dass erfolgreiche US-Serien in Deutschland zunächst im Pay-TV ausgestrahlt werden, bevor sie dann in die kostenfreie Weiterverwertung wandern. Nicht anders ergeht es auch der in Amerika gerade gestarteten neuen Erfolgsproduktion „American Horror Story“. Hierzulande gibt es sie erst einmal auf Fox zu sehen.
Längst hat das Horror-Genre einen festen Platz im US-Serienalltag. Waren „Buffy“ und „Angel“ vor ein paar Jahren noch harmlose Soaps, so zeigen Beispiele wie „True Blood“ und „The Walking Dead“ heute keine Scheu vor Tabubrüchen und drastischen Bildern. Ein weiteres Beispiel für kinotauglichen Grusel bietet seit Anfang Oktober die Serie „American Horror Story“.
In den 80ern versuchten sich die öffentlich-rechtlichen Sender schon mal versuchsweise an der Ausstrahlung von 3D-Programmen, doch die gezeigten Produktionen waren eher lachhaft. Inzwischen ist die dreidimensionale Technik eine andere und bedarf spezieller Endgeräte. Wer über solche verfügt, für den hat Pro7 am 29. Oktober ein interessantes Experiment im Angebot.
Erstmals in der Historie des Senders zeigt Pro7 eine 3D-Produktion, doch wer angesichts dieser Ankündigung bereits die alte rot-grün-Brille aus der Schublade hervorholt, wird sich enttäuscht sehen. Für die knapp 45-minütige Fiction-Produktion „Grimmsberg“ in dreidimensionaler Form braucht man HD-Empfang und einen 3D-fähigen Fernseher. Ein echter Fall von Sparten-TV also.
Es gibt tatsächlich immer noch bedeutsame Kapitel des Zweiten Weltkriegs, die fast gänzlich unbekannt sind. Ein Beispiel dafür ist die Torpedierung des englischen Truppentransporters „Laconia“, die in einer ungewöhnlichen Rettungsaktion mündete. Mit einem aufwendigen Zweiteiler ist die Geschichte jetzt als deutsch-britische Co-Produktion verfilmt worden.
Am 2. und 3. November zeigt die ARD einmal wieder, wie beruhigt sich mit Gebührengeldern problemlos auch kostenintensive Kriegsspektakel finanzieren lassen. „Laconia“ entstand in Zusammenarbeit mit der BBC und erzählt die wahre Geschichte eines deutschen U-Boot-Kommandanten, der 1942 mehrere hundert Menschen vor dem sicheren Ertrinken rettete.
Während in den USA bereits Vorbereitungen für die dritte Staffel laufen, müssen die Fans in Deutschland weiterhin auf eine Auswertung im Free-TV warten. Ob die aber auch wirklich wünschenswert ist, bleibt eher fraglich. Kaum ist jedenfalls vorstellbar, dass eine ungekürzte Version von „The Walking Dead“ auf den Bildschirm käme. Wer nicht länger warten will, kann jetzt zumindest schon einmal auf eine DVD-Box zurückgreifen.
Eine Woche, nachdem die erste Folge der zweiten Staffel auf dem Bezahlsender Fox zu sehen sein wird, erscheint die erfolgreiche Zombie-Serie aus den USA hierzulande auf physischem Datenträger mit jeder Menge Extras. Parallel lässt sich online kostenlos eine Reihe von exklusiven Webisodes ansehen, die bisher unerzähltes Material enthalten.