Zum neunten Mal sucht Deutschland mittlerweile den Superstar, und wieder darf man sich bereits im Vorhinein fragen, wie lange sich der Gewinner nach dem Finale noch in der Öffentlichkeit hält. Neben Chefjuror Dieter Bohlen sorgen Bruce Darnell und „Cascada“-Sängerin Natalie Horler diesmal für ein bisschen frischen Wind im immergleichen Casting-Konzept.
„Never change a winning Team“ gilt nur dann, wenn es nicht doch noch irgendwie besser geht. Wer sich im Fall des RTL-Dauerbrenners „Deutschland sucht den Superstar“ die lange Reihe der Juroren vor Augen führt, die nicht allzu lange an der Seite des Poptitanen aus Tötensen durchgehalten haben, wird sich fragen müssen, wer hier eigentlich der Gewinner ist.
Ein Junggeselle und 25 attraktive Frauen, die selbstredend nichts anderes wollen, als sein Herz zu gewinnen: Wer das ernsthaft glaubt, dem ist nicht zu helfen. 2003 gab es den „Bachelor“ in Deutschland zum ersten und zugleich auch letzten Mal zu sehen. Jetzt holt RTL das Format erneut aus der Mottenkiste.
International ist die arg seltsame Melange aus Reality-Format und Casting-Show seit langem recht erfolgreich. Hierzulande hielt sich die Begeisterung beim Publikum zudem eher in Grenzen, und im Nachhinein zog die Auserwählte zudem ausgiebig über den vermeintlichen Traumprinzen her. Ob die Neuauflage jetzt mehr Erfolg bringen wird, darf man bezweifeln.
So schnell ist eine neue US-Serie dem Gefühl nach noch nie im deutschen Fernsehen angekommen. Am 18. September erst startete „New Girl“ in Amerika und fuhr Traumquoten ein. Bereits im Januar gibt es die Sitcom auf Pro7 zu sehen.
Seltsame WG-Konstellationen im engeren und weiteren Sinne sind für Sitcoms spätestens seit „Friends“ ein echter Erfolgsgarant. Wo im Umfeld von Bill Cosby noch die Familie regierte, sind es jetzt mehr oder weniger frei gewählte Gemeinschaften, die Konflikt- und damit Humorpotential freisetzen. „Two and a half men“ fand dabei bis zum Ausstieg von Charlie Sheen die ideale Mischform aus beiden Ansätzen.
Irgendwann war es den Produzenten einfach zuviel. Charlie Sheen hatte Anfang des Jahres ordentlich über seinen Arbeitgeber hergezogen und war auch sonst, wie er später einräumte, leidlich außer Kontrolle geraten. Die Folge war der Rauswurf bei der Erfolgs-Sitcom „Two and a half men“. Am 10.1. zeigt Pro7 die neue Staffel mit Sheen-Nachfolger Ashton Kutcher.
Ob man sich mit dem neuen Mitbewohner der TV-Männer-WG allerdings wirklich einen großen Gefallen getan hat, lassen gerade die letzten Wochen bezweifeln. Kutcher, der die letzten Jahre weniger als Schauspieler und vielmehr als passionierter Twitterer und Ehemann von Demi Moore in der Öffentlichkeit stand, sorgt derzeit nicht gerade für positive Schlagzeilen. Charlie Sheen hingegen hält den Ball mittlerweile überraschend flach.
Eine der frühen Familienserien die heute, nachdem sie vor knapp 30 Jahren abgesetzt wurde, noch immer im Fernsehen läuft, ist „Unsere kleine Farm“.
Die Familienserie „Unsere kleine Farm“, beschreibt das Leben der Familie Ingalls, die in Walnut Grove, Minnesota, der 1880er und 90er auf einer „kleinen Farm“, lebt. Die Serie wurde in den USA von 1974 bis 1982 erfolgreich ausgestrahlt. Fast 30 Jahre später läuft sie noch immer im deutschen Fernsehen. Die Serie schnitt viele, bis heute noch aktuelle, Themen an, wobei ähnlich wie bei der Serie „Eine himmlisch nette Familie“, der Wert der Familie, Liebe und Freundschaft im Mittelpunkt stehen.
weiterlesen »
Zum Jahresende lässt die ARD noch einmal ordentlich die Muskeln spielen. Ganze 175 Minuten dauert die Verfilmung eines Romans von Henning Mankell. Gezeigt wird die deutsch-schwedische Co-Produktion „Der Chinese“ am 30. Dezember ab 20.15 Uhr an einem Stück.
Als Stieg Larsson seinem Verleger die Manuskripte für seine „Millennium“-Romane auf den Tisch legte, soll er gesagt haben, Henning Mankell könne einpacken. Dem schwedischen Bestseller-Autor wird das egal gewesen sein, denn seine Bücher verkaufen sich weiterhin wie geschnittenes Brot.
Ob Roman oder Kurzgeschichte - kaum eine Vorlage von Bestseller-Autor Stephen King hat es nicht früher oder später auch zu einer Verfilmung gebracht. Dass in den meisten Fällen dabei allerdings eher Durchschnittsware zustande kommt, ist ebenso unerfreulich wie unverständlich. In den USA zeigte der Sender A&E mit dem Zweiteiler „Bag of Bones“ gerade ein weiteres Beispiel.
In Deutschland unter dem nichtssagenden Titel „Sara“ veröffentlicht, erzählt der bereits 1998 erschienene Roman „Bag of Bones“ von Geistern und Orten mit einer dunklen Vergangenheit. Im Zentrum steht, wie so oft bei Stephen King, ein Schriftsteller. In der TV-Fassung ist die Rolle mit dem ehemaligen „James-Bond“-Darsteller Pierce Brosnan prominent besetzt.
Seth MacFarlane – Schauspieler, Drehbuchautor, Regisseur, Produzent und kreativer Kopf hinter „Family Guy“ – hat große TV- und Kinopläne.
Denn wenn es nach ihm geht, sollen zwei kultige TV-Serien ein modernes Reboot erfahren, während sein eigenes Baby, die Zeichentrick-Sitcom-Satire „Family Guy“, womöglich den Weg ins Kino finden könnte. Wie genau diese Pläne aussehen sollen und ob Seth MacFarlane seine ambitionierten Träumereien tatsächlich in die Tat umsetzen kann, bleibt aber noch abzuwarten.
weiterlesen »
Während das ZDF immer noch mit der Nachfolgefrage hadert, hat Thomas Gottschalk „Wetten dass …?“ für sich offenbar erfolgreich abgehakt. Am Freitag stellte er im Rahmen einer Pressekonferenz sein neues Talk-Format in der ARD vor. Beginn ist der 23. Januar.
Mit der Absage von Hape Kerkeling begann beim ZDF das große Haareraufen. Eine Zeitlang sah es so aus, als gäbe es hierzulande keine wichtigeren Probleme als die Nachfolge von Thomas Gottschalk bei der einzigen noch bestehenden Erfolgsshow im Zweiten. Der Moderator hält sich klugerweise aus der Diskussion raus und konzentriert sich lieber auf seine Zukunft in der ARD.
„Amphibien-Filme“ nennt man gemeinhin solche Produktionen, die sowohl für die Kino- als auch Fernsehauswertung gedacht sind. Die TV-Fassung folgt dabei grundsätzlich später und ist immer etwas länger. Im Fall von Sönke Wortmanns Bestseller-Verfilmung „Die Päpstin“ sind es etwa 10 Minuten. Die ARD zeigt das Historienspektakel am 19. Dezember.
Zwischen seinem Kinoerfolg „Das Wunder von Bern“ über die deutsche Fußballnationalmannschaft von 1954 und der Adaption des Romans von Donna W. Cross lagen ganze 6 Jahre. Dazwischen hat Wortmann bekanntlich die WM-Doku „Deutschland. Ein Sommermärchen“ gedreht und schien zum Experten für das runde Leder gewonnen zu sein. Mit „Die Päpstin“ hingegen entschied er sich für einen Stoff, der nicht weiter von den beiden Vorgängerfilmen hätte entfernt sein können.