Wem schon alleine beim Namen von Veronica Ferres die Galle hochkommt, sollte am 3. und 4. Januar dringend das ZDF beim Zappen überspringen. Mit einer nicht gerade sparsamen Plakatkampagne wurde der Event-Zweiteiler „Das Geheimnis der Wale“ ausführlich beworben, gute Quoten sind ihm vermutlich sicher.

Wer wissen will, warum derzeit erneut Wege gesucht werden, wie sich die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten noch zusätzliche Gebühren sichern können, braucht nur einen Blick auf die Produktionskosten des mit einigem Stolz angekündigten ZDF-Zweiteilers über gestrandete Wale und korrupte Konzerne zu werfen. Ganze 7 Millionen Euro hat das Spektakel gekostet. In Worten: Sieben.

Da muss der Gebührenzahler erstmal schlucken. Und der bisher unbehelligte Handy-Besitzer, der demnächst auch noch in die Tasche greifen soll, weil er ja ein potentielles Abspielgerät besitzt, erst recht. Zum Vergleich: Der Privatsender RTL strahlte vor einigen Wochen mit „Vulkan“ die teuerste vergleichbare Produktion der Sendergeschichte aus. Kostenpunkt dort: 9 Millionen Euro.

Die gebührenfinanzierten Mainzer wollten da offenbar nicht zurückstecken. Und damit die Sache auch noch internationalen Flair bekommt, wurde kurzerhand eine Rolle an „Highlander“ Christopher Lambert vergeben. Wen das überzeugen soll, steht auf einem anderen Blatt.

Dass hinter der Produktion der König der hiesigen Event-Mehrteiler zu finden ist, braucht niemanden zu wundern. Nico Hofmann und seine Firma Teamworx zeichneten zudem bereits für den oben genannten RTL-Zweiteiler verantwortlich. Für das ZDF produzieren sie regelmäßig die Telenovela „Alisa – Folge Deinem Herzen“.

Zu sehen gibt es „Das Geheimnis der Wale“ am 3. und 4. Januar, jeweils um 20.15 Uhr.

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