Damit hat wohl niemand gerechnet. Ausgerechnet der kleinste Sender der RTL-Gruppe bekommt die Chance, eine der aktuell erfolgreichsten US-Serien erstmals im deutschen TV zu zeigen. „Glee“ startet im Januar 2011.

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Eigentlich sei die Serie ja zu groß für seinen Sender, merkte Geschäftsführer Claude Schmidt auf der Programm-Pressekonferenz an. Doch möglicherweise soll Super RTL ja mithilfe von „Glee“ in eine neue Quotenphase starten. In den USA ist die Serie um einen Highschool-Chor jedenfalls ein echter Renner. Ob die Mischung aus Teenager-Nöten und Musical jedoch auch hierzulande ankommt, wird sich erst noch zeigen müssen.

Möglicherweise ist die Serie auch gerade deshalb erst einmal an den eher auf ein jüngeres Publikum ausgerichteten Sender gegangen und nicht beim großen Bruder RTL gelandet, der zuvor noch durchaus Interesse gezeigt hatte. Hier jedoch sind die Zielgruppen bereits vorhanden, und man kann beobachten, was sich tut. Funktioniert das Konzept, sollte es nicht wundern, wenn „Glee“ urplötzlich doch noch die TV-Heimat wechselt.

Ähnliches verfährt man derzeit auch mit der Casting-Show „X-Factor“, die in der ersten Staffel auf VOX läuft. Und noch eine Gemeinsamkeit beider Fälle: Da es ein Kernbestandteil der US-Serie ist, dass Darsteller ausgiebig Pop-Songs covern, besteht eine gewisse Konkurrenz zu DSDS. Denn wenn bei RTL unbekannte Gesichter bekannte Melodien wiedergeben, dann dort und nur dort. Direkte Konkurrenz will man sich vermutlich nicht ins Haus holen.

Ursprünglich war „Glee“ als Kinofilm angelegt, doch Produzent und Autor Ryan Murphy („Nip/Tuck“) sah großes Potential für eine Serie. Der Erfolg gab ihm Recht. Traum-Quoten, Auszeichnungen und nicht zuletzt exzellent verkauftes Merchandising sprechen eine deutliche Sprache.

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