Mancher mag bei dem Titel dieser ungewöhnlichen US-Serie an den gleichnamigen Song von Nat King Cole denken. Doch tatsächlich hat „Unforgettable“ mit der geigenlastigen Liebeserklärung rein gar nichts zu tun. Stattdessen geht es um eine seltene Begabung, die für ihre Trägerin Fluch und Segen zugleich ist. Die Hauptfigur kann sich schlichtweg an alles erinnern, was ihr jemals passiert ist.

Ermittler oder Ermittlungshelfer mit außerordentlichen Begabungen gibt es nur wenige in der TV-Landschaft, und umso mehr erinnert die Grundidee von „Unforgettable“ ein Stück weit an „The Mentalist“, eine Serie, die selber wiederum der mehr komödiantisch ausgelegten Produktion „Psych“ ähnelt. Doch die ungewöhnliche Fähigkeit von Carrie Wells ist am Ende dann doch eine ganz andere.

Die ehemalige Polizistin leidet unter Hyperthymestie, einem seltenen Phänomen, bei dem das Erinnerungsvermögen besonders stark ausgeprägt ist. Carrie Wells erweist sich als besonders extremer Fall, denn sie kann sich schlicht an alles erinnern, was ihr je widerfahren ist, und das auch noch in besonderer Detailgenauigkeit – mit einer Ausnahme: Die Nacht, in der ihre Schwester getötet wurde, scheint wie ausgelöscht.

Schuldgefühle bewegen sie dazu, ihren Job aufzugeben, bis ein Mord in der Nachbarschaft dafür sorgt, dass sie in den Polizeidienst zurückkehrt. Ihr Partner dort ist ausgerechnet ihr ehemaliger Lebensgefährte. Gemeinsam lösen sie fortan die schwierigsten Fälle, bei denen Carries Erinnerungsvermögen immer eine entscheidende Rolle spielt.

In den USA wurde die Serie zunächst nach der ersten Staffel eingestellt, wäre dann fast von einem anderen Sender übernommen worden, landete aber schließlich wieder bei CBS, wo man für das kommende Jahr nun doch eine zweite Staffel plant. Die Hauptrollen übernehmen Poppy Montgomery aus „Without a Trace“ und Dylan Walsh aus „Nip/Tuck“. Sat1 zeigt die Serie auf dem 11.10.

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