Seit „Batman Begins” und „Casino Royale” sind Prequels in Hollywood so eine Art Zauberformel. Wenn sich eine Filmreihe selber überlebt hat und keine frischen Ideen mehr denkbar scheinen, kehrt man einfach an den Anfang zurück und erzählt alles noch einmal – nur eben ein paar Jahre früher. Mit „The Carrie Diaries“ hält diese Praxis jetzt auch im TV Einzug.

Nicht einmal hartgesottene Fans konnten mit dem zweiten „Sex and the City“-Kinofilm sonderlich viel anfangen. Das Konzept hatte sich erledigt und funktionierte auf der großen Leinwand einfach nicht. Zwar hielten sich die Spekulationen um eine TV-Fortsetzung der einstigen Erfolgsserie, konkrete Verlautbarungen gab es allerdings nie. Jetzt kommt es aber doch noch dazu, wenn auch ganz anders als erwartet.

Denn „The Carrie Diaries“ beginnen im Jahr 1984 mit einer gerade einmal 16-jährigen Hauptfigur Carrie Bradshaw. Die Original-Schauspieler wird es also nicht zu sehen geben, dafür aber eine Reihe junger Darsteller, mit denen sich auf ein ganz neues Publikum zielen lässt – die Zuschauer von „Gossip Girl“ zum Beispiel.

Ob sich das Konzept wirklich durchsetzt, wird sich erst noch zu zeigen haben. Der produzierende Sender CW jedenfalls hat gerade eine erste Staffel in Auftrag gegeben. Die Geschichte beginnt mit Carries Umzug von Connecticut in das glamouröse Manhattan, wo sie nicht nur einen Kulturschock erlebt, sondern auch für immer die Vorstadt hinter sich lässt. Den Rest kann man sich mehr oder weniger denken.

Nicht zum ersten Mal erlebt eine erfolgreiche Serienfigur eine Wiederbelebung als jüngere Fassung ihrer selbst in Form einer TV-Serie. Ein ähnliches Schicksal hatte mit „The Young Indiana Jones Chronicles“ bereits den unkonventionellen Archäologen aus Steven Spielbergs Kinoreihe ereilt. Das Resultat war gut durchdacht und aufwendig, konnte jedoch nie den Charme der Filme nachbilden.

Ob und wann „The Carrie Diaries“ in Deutschland gezeigt werden, ist bislang nicht bekannt.

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